An eine weinende schönheit.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Die perlen schliesset man in göldne kasten ein,

Denn ihre kostbarkeit ist mehr als gold zu schätzen:

Die perlen sollen sonst gefrorne thränen seyn,

Womit aurora pflegt die muscheln zu benetzen.

Drum hemm’, o Schönste! doch der edlen zähren lauff!

Laß diesen schönen thau nicht so schlechthin verschiessen!

Heb’ ihn als perlen-safft in deinen augen auf!

Wo nicht, so laß ihn nur in gold und jaspis fliessen.