An etliche schreib-federn die er ihr zuschickte. C. E.
Jhr stummen redner ihr ihr mahler der gedancken
Die ihr die heimligkeit des tieffsten hertzens wißt
Jhr heuchler die ihr steckt voll trug und arger list
Die ihr bald weint und lacht bald zürnt und pflegt zu zancken;
Jhr silber-röhren ihr aus deren engen schrancken
Glut seuffzer grimm und haß rach lieb’ und eifer fliest;
Jhr ärtzte die ihr seyd mit klugheit ausgerüst
Und keinem treuer dient als den verliebten krancken:
Geht zur Oranten hin ihr schlauen hexen-meister
Die ihr gantz unvermerckt hertz seele blut und geister
Durch eure schwartze kunst bezaubert und verstrickt
Geht doch mit dem beding daß ihr mir thut zu wissen
Wie bald Orante sich zur liebe wird entschliessen
Und ob ich ewig dann soll bleiben unbeglückt?