An Herrn Doctorem Johannem Smidium der H. Schrifft Professoren zu Straßburg Hoch...

By Martin Opitz

Wann wir durchsuchen offt Historische Geschichten

Vnd vnser Sinnen Flamm auff alte Schreiber richten

So finden wir wie hoch manch Edler Küner Held

Sein Namen in die Höh mit hohem fleiß gestelt

Wie

Vnd seiner armen Krafft so weit durchbrechen lassen

Auff daß sein Scepter sey ein Herr der gantzen Welt

Vnd er hiemit verbleib der stärckeste Kriegsheld.

Was der hochweise Fürst

Der Vngerechtigkeit mit starckem Zaum vmbfangen

Vnd so die Billigkeit geharnischt außgerüst

Daß er derstattlichste Gesetz-vollbringer ist.

Wie der

Vornembst hat wollen in den Leib deß Menschen stellen

Daß er der Kranckheit feind ein new Gesundheitlegt

Vnd so dar von das Lob deß besten Artztes tregt.

Wie

Gedruckt in die Natur dieselbe zugewinnen

Vnd allen jhren Grund zusetzen in den Tag

Daß er also der best

Wie deß

Vnd durch deß Himmels feld durch Erd vnd Meer gedrungen

Vnd so ein schön gedicht zusammen auffgebawt

Daß man allein jhn für Poeten Fürst anschawt.

Wie deß

Als ein new Schöpffer new Natur hat dörffen machen

Vnd deß Gemühtes art so abgemahlt im schein

Daß er möcht alle zeit der beste Mahler sein.

Wie

Gelernet vnd sein Zung so starcke Wort erfunden

Daß er ohn Schlag ohn Stich so vil obsiegt

Vnd also auch den Ruhm deß besten Redners kriegt.

Dergleichen Männer fleiß man könte vil erzehlen

Wie einem diß geliebt dem andern das zuwehlen

Daß er seins Namens Lob biß an die Stern erheb

Vnd biß ans End der Welt doch ohne Leben leb.

Doch noch dergleichen that ich habe nicht vernommen

Daß einer auff ein Schlacht zweyfachen Sieg bekommen

Wie man Herr Breütigam diß von euch sagen kan

Daß jhr seyt einen Tag ein Doctor vnd Ehman.

Ob

Doch kan man jhn nicht mehr als einen Kriegsheld nennen.

Ob gleich

Jedoch er nun nicht mehr als ein Gsezsetzer bleibt.

Ob gleich

So hört er doch nicht mehr als eines Artztes Namen

Ob

So wird er doch nichts mehr als ein

Ob gleich

Doch jhme man nichts mehr als eim Poeten glaubet

Ob gleich

So ist es doch nichts mehr als eitel Mahlers pracht.

Ob

Doch wird man jhn nicht mehr als für ein Redner rechen

Doch jhr Herr Breutigam geht ein in diese Zeit

Daß jhr auff einen Tag Ehman vnd

Ein

Vnd alle Ketzerey mit starcker Stimm außreutten

Ein Ehman der erwerb ein solches Kriegsgeschlecht

Das nach deß Vaters art für Gottes warheit fecht.

Ein

Vnd auch das was sey recht was vnrecht sey erkläre:

Ein Ehman dessen Hauß ein solchen Stammen trag

Der bring die Billigkeit das Vngerecht verjag.

Ein

Zwar nicht deß Leibes schad sondern der Seelen benlen:

Ein Ehman dessen Tisch vmbwachse solches Kraut

Das theils der Seelen schmertz theils heyl deß Leibes haut.

Ein

Wie

Ein Ehman dessen stärck bring solche

Die auch erforschen kön den abgrund der Natur.

Ein

In schöne rundigkeit mit Versen könne richten:

Ein Ehman vmb den her solch Saam gestrewet werd

Darauß erwachsen soll ein new Poeten Herd.

Ein

Vnd der Dreyfaltigkeit abbilden helle Stralen:

Ein Ehman der sein Hauß voll hab der Zweygelein

In den deß Vaters kunst gantz abgemahlt erschein.

Ein

Vnd seine kunst bekand durch schöne Red kön machen:

Ein Ehman den vmbring ein solches. Völckelein

Das Väterlicher sprach könn ein Nachfolger sein.

Drumb sollen jetzo nun die Helden alle stehen

Vnd wie jhn jhres Lob entnommen werde sehen

Wo nicht Herr Bräutigam euch jhr zustand betrübt

Vnd jhr deßhalben ein theil ewrer Ehr auffschiebt.

Denn keinem ist so vil in einem Tag ergangen

Daß jhn zweyfacher Sieg zweyfache Ehr vmbfangen

Drumb theylt jhr ewer Ehr das so geschehen kan:

Seyd