An Melinden wegen seiner l

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Du tadelst meine lieb', unbillige Melinde!

Jhr lallen und ihr schertz erwecket dir verdruß

Dein mund verlanget nichts, als einen kühlen kuß;

Doch wer begehret wol so viel von einem kinde?

Von männern fordert man mit rechte solche sachen;

Denn ernst und klugheit zieht nicht bey den kindern ein:

Soll meine liebe nun klug und verständig seyn,

So must du sie zuvor zu einem manne machen.