An Philaiden

By Johann Georg Jacobi

Written 1777-01-01 - 1777-01-01

Erhaben ist der innre Friede

Des Weisen, göttlich seine Ruh!

Groß ist der Mann, o Philaide!

Doch glücklicher vielleicht bist Du.

Im schweren Kampfe bracht er Schmerzen

Und Furcht und Sorgen unter sich;

Sie fortzuküssen, fortzuscherzen,

Dieß lehrten Huldgöttinnen dich.

So hängt, wo sich das Thal geschmücket,

Mit wildem Drohn ein Fels herab;

Die Hirtin sieht ihn nicht, und pflücket

An seinem Fuße Blümchen ab.

O laß, beym Klange süßer Lieder,

Uns lächelnd durch das Leben gehn,

Und, sinkt die lange Nacht hernieder,

Mit diesem Lächeln stille stehn.