An Pindar

By Theodor Däubler

Written 1900-01-01 - 1900-01-01

Des Barden Ruhm vollendest du beim Ringen

Gebräunter Jünglinge um holden Preis,

Bescherst dem Herrlichsten gesungnes Reis,

Nach Wettkampf und des Läufers Sieg-Erspringen.

Wie lieblich deines Staunens Silben klingen,

Wenn ein Gedichteter erschaudernd weiß:

Zu blutendem Erinnern perlt mein Schweiß,

Von mir kann Kunde kühn zu Kriegern dringen!

Um Hellas funkeln, Pindar, deine Sorgen,

Apollo lodert dir als Gott und Held:

Im Jüngling strahlt uns dein gepriesner Morgen.

Des Edlen Leib verklärt dir frei die Welt:

In seltnen Menschen bleibt ihr Stolz geborgen,

Ein Herz Behältnis für das Himmelszelt.