An sein von ihr verstossenes hertze. C. E.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Wje nun du armes hertz? wo denckstu ietzt hinaus?

Wo wirstu doch hinfort sag’ mir wo wirstu bleiben

Weil Solime dich will aus ihrer brust vertreiben

Und du auff ewig solt verlaßen dieses hauß?

O mehr als bitterer! o mehr als herber strauß!

Was hastu denn gethan? nichts; doch wer wird dirs gläubenk

Was aber säumstu viel? was suchstu dich zu sträuben?

Umsonst du armes hertz! nur fort mit dir! heraus!

Wohin verworffnes hertz wohin wirstu dich fügen?

Die Chloris ist zu stoltz da findstu kein vergnügen:

Arminde ist schon todt: Lisett ist gar zu scheu:

Libore weit entfernt und Philis ungetreu.

Bleib! bleib! bey Solimen; sie aber heist dich eilen:

Fort dann! ach! kanstu nicht ein wenig noch verweilen?