An Sylvien, als sie ihm aus der hand sein künfftig glücke sagen wolte.
Was macht dein schöner blick in meiner schlechten hand?
Wilst du ihr schwartzes fell an deinen sonnen bleichen?
Was grübelt doch dein aug’ in den verwirrten zeichen?
In diesen tiefen liegt kein richtiger verstand.
Du wilst mein künfftig glück im Venus-berge finden,
Und dein verwegner witz merckt alle narben an.
Indessen wirst du doch nichts deutliches ergründen,
Weil die bewußte kunst gar leichte trügen kan.
Jedoch wo Sylvia im ernst, und nicht im schertze
Mein künfftig glücke sucht, und mir es sagen will,
So frag’ an statt der hand, in der es allzu viel
Verschloßne rätzel giebt, o Sylvia! dein hertze.