An Sylvien, von der härtigkeit ihres hertzens.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Als, strenge Sylvia! dich deine schöne mutter

Noch unter ihrem hertzen trug;

So fügt’ es sich, daß ihr ein theurer diamant

Recht kräfftig in die augen blitzte:

Weil nun desselben lichter zug

Die lust darnach ie mehr und mehr in ihr erhitzte,

So führte sie von ohngefehr die hand

In solcher regung zu dem hertzen,

Dadurch sie, aber blos zu mehrung meiner schmertzen,

Das wunder-werck in dich gelegt,

Daß deine brust ein hertz aus diamanten trägt.