An Sylvien.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Was fluchst du Sylvia wenn meine schwartze hand

Um deinen busen spielet?

Sie war so weiß als du eh’ sie der liebe brand

Und deine macht gefühlet.

Flößstu das feuer nun in meine glieder ein

So kan ja meine hand nicht schnee und marmol seyn.

Du sprichst: Sie hat hier nichts zu suchen und zu thun.

Gar recht; Es soll auch bleiben.

Sie suchet nichts als dich sie wünschet bloß zu ruhn

Und ihren schertz zu treiben.

Was ursach hast du dann daß du dich so beklagst?

Da du doch diese gunst den flöhen nicht versagst.