[An vollen Büschelzweigen]

By Johann Wolfgang Goethe

Written 1790-01-01 - 1790-01-01

An vollen Büschelzweigen,

Geliebte, sieh nur hin!

Laß dir die Früchte zeigen,

Umschalet stachlig grün.

Sie hängen längst geballet,

Still, unbekannt mit sich,

Ein Ast, der schaukelnd wallet,

Wiegt sie geduldiglich.

Doch immer reift von innen

Und schwillt der braune Kern,

Er möchte Luft gewinnen

Und säh die Sonne gern.

Die Schale platzt, und nieder

Macht er sich freudig los;

So fallen meine Lieder

Gehäuft in deinen Schoß.