Anrede an den herrlichen GOtt um Abwendung schreklicher Un- gewitter.
Herrlich bist du, grosser GOtt! in dem Himmel und auf Erden,
Dort bei denen Seraphinen sieht
Und durch deine Kreatur must du
Weil der Himmel, Sonn, Gestirne, Erd und al-
Was wir mit dem Augen sehn, was wir mit dem
Muß dich Schöpfer der Natur! herrlich uns ins
Deine Wetter, strenger GOtt! die der Luft- kreis in sich schliesset
Als das Rüsthaus deines Grimmes, kommen uns
Wenn dein Arm das Hagel-Korn, auf die grü-
Wenn der Bliz das Auge blendet und der Donner
Mit der Schreckens-Stimme brüllt: So muß bei
Auch ein Felsenhartes Herz,
Schone uns mit diesem Thon, denn wir ken- nen schon die Stimme,
Die mit drohenden Getößen uns vor Angst zu Bo-
Wir erbeben vor dem Zorn, und vergehn vor dei-
Davor selbst der Himmel fliehet, und sich Erd und
Strekke deinen Allmachts-Arm, aus mit gütigen
Und laß deine Gnadenstimme hören den beklomnen
Gib uns in den feuchten Thau auf dem Felde als in Spiegeln,
Deine Güte anzusehen; gib uns warmen Sonnen-
Laß die Luft die Hagel droht, diesen Sommer fest
Zeig uns deiner Allmacht Wunder, und laß alles
Damit Aue Wald und Feld sammt den Körnerrei-
Dir stat unser Klagelied bringen lauter Freuden-