Aria wider die wanckelmüthigkeit seiner liebe.
Flatternde liebe!
Wo eilest du hin?
Ein gesetzter sinn
Folget einem edlern triebe,
Den kein neben-licht,
Ja der donner selbst, nicht unterbricht.
Jrrende sterne
Bedeuten nicht viel:
Ein beständig ziel
Jagt die unruh in die ferne.
Taugt auch ein magnet,
Der nicht stets nach einem pole steht?
Flüchtige flammen
Verzehren sich bald:
Einen pappel-wald
Schlägt ein schwacher sturm vonsammen;
Wahre liebe bleibt,
Wie ein ceder-baum, der recht bekleibt.
Macht eine sonne
Den monden vergnügt,
Der nicht eckel kriegt
Vor so alter kost und wonne;
Warum findest du
Nicht in einem sterne lust und ruh?
Darum, o liebe!
Vollende den flug!
Handle treu und klug,
Und gehorche doch dem triebe,
Der nach leib und geist
Dich Ambretten stets umfassen heist!