Auf das seelige absterben Hn. Abraham Schmiedes:
Wer zu diesen bittern zeiten
Auff das süsse vaterland
(Welches vns wie denn bekant
Nach sich zeucht) gedenckt zu schreiten.
Der muß jhm wol zu bereiten
Was er darff bey tag' vnd nacht
Daß er ja der räuber macht
Mög' entgehn auff allen seiten.
Er muß durch berg' vnnd thal vnnd mehrentheils bey nacht
Er wacht wenn man sonst schläfft er schläfft wenn man sonst wacht
Sein liecht vnd fewerzeug ist fertig die laterne
Ist immer bey der hand. Es leuchten jhm die sterne
Vnd auch der trübe mon: vnd wird er denn besetzt
So weist er seinen paß damit jhn niemand letzt
Er pocht auff diesen paß er schawt auff sein geleite
Er past auff seinen stab vnd auffs gewehr' im streite.
Also wer durch schweres reisen
Dieser welt zu seinem ziel
Wenn er soll in himmel wil
Lasse sich des vnterweisen
Daß er sich nicht lasse speisen
Mit geschwetz' vnd list bey nacht
Vnd geraht' in feindes macht.
Daß er hab' ein paß zu weisen.
Ist den die welt ein thal vnd diese zeiten nacht
Vnd wollen wir hindurch zu Gott der vns bewacht
So ist sein geist das liecht sein wort ist die laterne
Die kirch' ist denn der mon die lehrer seind die sterne
Vnd hätt' vns Belial auch weg vnnd steg verrent
Hat vns doch vnser Gott verehret vnd ernent
Den glauben als ein paß die liebe zum geleite
Die hoffnung als ein stab gedult zur wehr' im streite.
Dieses hat zu seinem frommen
Dem wir hie zur leibes ruh
Geben das geleite nu
Jederzeit in acht genommen.
Drumb ist jhm auch nun benommen
Was in diesem jammerthal
Vns beschweret allzumahl
Er ist nun zur ruhe kommen.
Durch dieses thränenthal durch diese schwartze nacht
Ist er hindurch zu Gott. Gott hat jhn wohl bewacht
Der glaube war sein paß die liebe sein geleite
Die hoffnung' vnd gedult sein stab vnd wehr' im streite.
Nun er hat wol gekämpfft er hat die lebens kron'
In vester zuversicht wol jhm gebracht davon.
Nun er ist an das liecht. Denn Christus seine sonne
Lässt sich jhn tröstlich sehn zu voller frewd' vnd wonne.