Auf den Gebuhrts-Tag der vollkomne- sten Charitinen.
Mehr Sonne deinen Schein mit dreymal hellern Strahlen
Als wie du sonsten pflegst die Erde zu bemahlen.
Blas lauter Biesams-Lufft annehmlich süsser West
Mit
Vermehret eure Zier ihr bunt gestickten Blumen
Du tieffgebückter Klee verkehr dich in
Jhr Dornen tragt
Jhr
Du edle
Verlaß den klugen
So dein Geruch ertheilt. Jhr Steine schwitzet Oel
Jhr Bäume triefft mit Safft dem selbst der Balsam scheel
Jhr Wolcken flößt herab nur Pomerantzen-Nässe
Jhr Diesteln gebet ab Bisamte Rauch-Gefässe
Jhr Flüsse zinst Coral Rubin und Demant-Stein
Last eure Wellen nichts als puren
Jhr Bäume tragt an statt der Blätter lauter Zungen
Jhr Sterne lehret mich die süßten Schmeichelungen.
Jhr
Daß meine Feder heut was angenehmes schafft.
Daß ich dem güldnen Licht ein tüchtigs Opffer bringe
Daß mein verstimmtes Spiel wie
Daß ich das erste Licht der schönsten
So wie es sich gebührt mit meiner Hand bedien.
Beblümte
Die denen Palmen gleich nicht welcken noch verwesen
Wind’t mir von
So kostbahr wies verdient der
Jhr Morgenländer schenckt mir eure Kostbarkeiten
Helfft mir ein Angedenck mit höchsten Schmuck bereiten
Ternat und Potosi, Moluck und Martrapan,
Streckt ihr zu ehren doch all’ eure Kräffte an.
Doch weicht ihr Indiens unschätzbahr grosse Schätze
Ich weiß ihr ziehet ab wenn ich entgegen setze
Euch dieses Wunder-Bild den gelben Haaren weicht
Der Printze des Metalls der wie das Bley erbleicht.
Die Augen stechen weg die feurgen Diamanten
Den Lippen gehn zur Seit Corallen als Trabanten
Der Hals siegt Perlen an die Zähn den Helffenbein
Und vor den Adern geht der feinste Türckis ein.
Die Kähle macht beschämt die klärsten Berg-Crystallen
Man sieht den rohten Wein so fein hinunter wallen
Daß sich die
Wenn
Der Scharlach wird beschämt vor ihren Purpur-Wangen
Die Brüste als Albast ja mehr als
Vor denen Lippen bleicht Zinnober und Rubin
Jhr Athen übersteigt
Weil alles nun vor nichts ist gegen sie zu schätzen
Was vor ein Opffer soll denn meine Feder setzen
Die nicht ein geistger Trieb
Die da in jeder Zeil mehr denn zu offt gefählt.
Du machst o edles Licht die gantze Stadt beglücket!
Indem dich
Du machst daß jedermann in grossen Freuden lacht
Weil du die
Indeß will ich das Licht der theursten
So wie mein Arm-seyn kan mit höchstem Fleiß bedienen
Ich weihe mich ihr gantz zu ihren Diensten ein
Sie wird mein Seelen-Licht und werther Nord-