Auf den Gebuhrts-Tag der vollkomne- sten Charitinen.

By Johann Georg Gressel

Mehr Sonne deinen Schein mit dreymal hellern Strahlen

Als wie du sonsten pflegst die Erde zu bemahlen.

Blas lauter Biesams-Lufft annehmlich süsser West

Mit

Vermehret eure Zier ihr bunt gestickten Blumen

Du tieffgebückter Klee verkehr dich in

Jhr Dornen tragt

Jhr

Du edle

Verlaß den klugen

So dein Geruch ertheilt. Jhr Steine schwitzet Oel

Jhr Bäume triefft mit Safft dem selbst der Balsam scheel

Jhr Wolcken flößt herab nur Pomerantzen-Nässe

Jhr Diesteln gebet ab Bisamte Rauch-Gefässe

Jhr Flüsse zinst Coral Rubin und Demant-Stein

Last eure Wellen nichts als puren

Jhr Bäume tragt an statt der Blätter lauter Zungen

Jhr Sterne lehret mich die süßten Schmeichelungen.

Jhr

Daß meine Feder heut was angenehmes schafft.

Daß ich dem güldnen Licht ein tüchtigs Opffer bringe

Daß mein verstimmtes Spiel wie

Daß ich das erste Licht der schönsten

So wie es sich gebührt mit meiner Hand bedien.

Beblümte

Die denen Palmen gleich nicht welcken noch verwesen

Wind’t mir von

So kostbahr wies verdient der

Jhr Morgenländer schenckt mir eure Kostbarkeiten

Helfft mir ein Angedenck mit höchsten Schmuck bereiten

Ternat und Potosi, Moluck und Martrapan,

Streckt ihr zu ehren doch all’ eure Kräffte an.

Doch weicht ihr Indiens unschätzbahr grosse Schätze

Ich weiß ihr ziehet ab wenn ich entgegen setze

Euch dieses Wunder-Bild den gelben Haaren weicht

Der Printze des Metalls der wie das Bley erbleicht.

Die Augen stechen weg die feurgen Diamanten

Den Lippen gehn zur Seit Corallen als Trabanten

Der Hals siegt Perlen an die Zähn den Helffenbein

Und vor den Adern geht der feinste Türckis ein.

Die Kähle macht beschämt die klärsten Berg-Crystallen

Man sieht den rohten Wein so fein hinunter wallen

Daß sich die

Wenn

Der Scharlach wird beschämt vor ihren Purpur-Wangen

Die Brüste als Albast ja mehr als

Vor denen Lippen bleicht Zinnober und Rubin

Jhr Athen übersteigt

Weil alles nun vor nichts ist gegen sie zu schätzen

Was vor ein Opffer soll denn meine Feder setzen

Die nicht ein geistger Trieb

Die da in jeder Zeil mehr denn zu offt gefählt.

Du machst o edles Licht die gantze Stadt beglücket!

Indem dich

Du machst daß jedermann in grossen Freuden lacht

Weil du die

Indeß will ich das Licht der theursten

So wie mein Arm-seyn kan mit höchstem Fleiß bedienen

Ich weihe mich ihr gantz zu ihren Diensten ein

Sie wird mein Seelen-Licht und werther Nord-