Auf den Herrn von Hoffmannswaldau.
Dein kiel, berühmter Mann! so nur von honig rinnt,
Und amber-tropffen führt, hat nirgend seines gleichen:
Es muß Marini dir die sieges-crone reichen,
Weil deine lieblichkeit der seinen abgewinnt.
Sagt, tichter! sagt es aus! was seine lieder sind?
Ob ihre kräffte nicht ein stählern hertz erweichen?
Es mag Amphion nur die stoltzen segel streichen,
Denn seiner harffe krafft ist fabel, dunst und wind.
Daß itzt die lieblichkeit so wenig Musen nähret,
Macht deine poesie, die sie gantz ausgeleeret.
Apollo sieht dich selbst mit neid und eyfer an.
Er hätte dir zwar längst den lorber-krantz geraubet;
Doch er getraut sich nicht, dieweil er selbst nicht glaubet:
Daß seine laute dir die wage halten kan.