Auf der Strasse

By Gustav Falke

Written 1876-01-01 - 1876-01-01

Einsamkeit bot ihren Gruß

Heute mir im Lärm der Gassen,

Wie verzaubert hielt mein Fuß,

Mensch und Tier vorbei zu lassen.

Braune Haide, schwarzer Wald;

Feld und Welt so still, so stille.

Fernhin jeder Laut verhallt,

Nur im Grase zirpt die Grille.

Überm niedern Heckenzaun

Lacht die Muse froherschrocken:

Kommst du? Um die Wangen braun

Schüttern ihr die schwarzen Locken.

Plötzlich Schelten roh und breit:

„Herr, so wahrt Euch doch, zum Henker!“

Schnell ein Sprung, und höchste Zeit.

Fern noch flucht der Rosselenker.