Auf die ins teutsche übersetzte historie Gustaphi Adolphi. † † †
Gelehrter Puffendorff der teutschen Musen Pan!
Nachdem du uns bißher ein Grotius gewesen
Nennt die gelehrte welt dich unseren Thuan
Indem von deiner hand wir staats-geschichte lesen.
Es sollen nun nicht mehr vom nord und teutschen Rhein
Die helden wie zuvor mit ihren thaten sterben;
Du schreibest ihren ruhm im ewigen latein
Und übergiebst ihr bild der nachwelt ihren erben.
Daß Schwedens wunder-held Gustavus wieder lebt
Macht daß ihn dieses buch heißt aus dem grabe steigen.
Wer weiß von unserm thun nachdem man uns begräbt
So die gelehrten es vergessen und verschweigen?
Daß helden helden sind wird uns durch euch erzehlt;
Achilles kennt man nur aus des Homerus schrifften;
Und weil es uns vordeß an schreibern hat gefehlt
Liegt vieler Teutschen ruhm verscharrt in ihren grüfften.
Glückseelig aber ist die tugend unser zeit
Die dich und deinen muth zum herold angetroffen.
Wie prächtig zeigst du uns Gustavens tapfferkeit?
Was läst auch nicht dein geist vom andern Gustav hoffen?
Und da der feur’ge Carl mit seiner Königin
Der ahnen thaten erst noch höher sucht zu treiben;
Siht man dich unterdeß in demant und rubin
Den Teutschen Hercules von Brandenburg beschreiben.