Auf die sich mit blumen nährende Florette. Aus dem Pays. Sonnet.
Florette! dein geschmack ist ziemlich ungemein:
Du wilst, man solle dir sonst nichts als blumen geben,
Man sieht die lilien offt an den perlen kleben,
Wo deine zähne nicht noch mehr als perlen seyn.
Der rosen-lichte mund nimmt lauter rosen ein:
Der schönsten nelcke tod ist deiner zunge leben:
Die veilge kan sich kaum aus ihrer wurtzel heben,
So legt dein hunger ihr schon einen leichen-stein.
Allein bedenckst du auch, was dir der winter dräuet,
Der aller gärten pracht in seinem grimm zerstreuet,
Biß auf den blumen-schmuck, den deine schönheit weist?
Florett’! entwehne dich dergleichen lecker-bissen;
Sonst wirst du, wenn die zeit dir diese kost entreist,
Aus harter hungers-noth dich selbst verzehren müssen.