Auf die spröden Mädgen zu J * *

By Johann Georg Gressel

Auch bisweilen streuben sich

Die

Daß sie lauffen vor den Stich

Gar aus unsern Städgen.

Doch wenns ihnen kommt im Sinn

Halten sie sie jeden hin

Lassen sich den auch recht derbe stossen.

Ja sie wollen schöner seyn

Als die besten

Und der abgeschmackte Schein

Trägt

Da sie doch mit ihrer Pracht

Leuchten wie ein Rotz bey Nacht

Oder wie ein schwartzer Schornstein-Fegen.

Doch sie sind sehr rahr und theur

Mit den gelben Dingern

Und gedeyn zum Ungeheur

Wenn man denckt zu fingern

Decken gleich die Lappen zu

Daß man nichts

Noch derselben Grösse was vermehre.

Gehet man denn auch zu weit

Tastet nach den Beinen

Sehn sie als die theure Zeit

Fangen an zu weinen

Denn sie gleichen da dem Ahl

Sind um Schooß und Mäulgen kahl

Und vergönnen keinen Griff in Ehren.

Drum so zieht die Pfeiffen ein

Haltet künfftig stille

Höret bald auf spröd zu seyn

Thut was unser Wille

Laßt euch küssen und dabey

Gebet Griff und Stösse frey

So seyd ihr die allerbesten Mädgen.