Auf eine schwalbe, die ihn in einem süßen schlafe störte. Aus dem Anacreon übers...

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Kühne feindin meiner ruh!

Du verwaschne schwalbe du!

Sage, wie soll ich mich rächen?

Soll ich dir die beine brechen?

Feindin meiner lust und ruh!

Du verwegner vogel du!

Soll ich dir die flügel nehmen,

Oder gar die zunge lähmen,

Wie der grimme Tereus that?

Zum verzeihn ist wol kein rath.

Denn was hast du alle morgen,

Wenn sich Phöbus noch verborgen,

Und mich süße träum’ erfreu’n,

Mir die ohren voll zu schrey’n?

Ja dazu noch Bellarmiren

Aus den armen zu entführen?