Auff das verlohrne Kleinodchen in wel- chem das Bildnüß Virgiliens so in einem S...
So bistu gleichwol weg du mein Virgilius
Du liebstes Kleinod du so ich mit einem Kuss’
Auß jener Fürstenhand zum Dänkmal hab empfangen
Der du mit deinem Schein’ und reichem Demantprangen
Mich offt geziehret hast? Ja ja du bist schon hin
Und bleibst auch wol von mir. Ich bin kaum der ich bin
So schmertzt mich dein Verlust. Weil du denn hier ver-
lohren
Und von mir tommen bist so bitt ich ädles Thoren
Dich hochbeliebte Stadt daß wo ja dessen Schein
Auff einer Gassen ligt es möge sicher seyn;
Daß nicht ein grober Fuß dasselbe gantz zertrete
Triffst du es aber an auff seiner Lagerstete
Du seyst auch wer du seyst so bitt’ ich lieb ster Freund
Jmfall dein redlichs Hertz die teutsche Treue meint
Du wollst es seinem Herrn doch günstig wieder geben
Er wird dir wiederüm zu allen Diensten leben