Auff den Durchl. Printzen Eugenium, aus dem Frantzösischen ...

By Christian Friedrich Hunold

Written 1697-01-01 - 1697-01-01

Zu Hülfe Pegasus, weil mir ein Pferd gebricht

Ich folg in dieser Noth Eugenio sonst nicht.

Ihm folgen? sage wie darzu bin ich zu schlecht

So wenig als dein klein und großes Pferd gerecht.

Du folgtest ja vor dem in Krieges Ungemach

Und schnellen Sieges-Lauff stets dem Achilles nach.

Sein Sieg must' eine Stadt in zehen Jahren seyn

Eugenius nimt viel in wenig Wochen ein.

Wenn Cæsar, da er Schläg und Palmen ausgetheilt

Kam sah' und überwand hast du ihn nicht ereilt?

Ihn band Cleopatra und ihre Schönheits Pracht;

Mein Printz besieget sich und auch der Schönheit Macht.

Wenn kaum der Blitz so schnell wie Alexander schlug

Wie eiltest du ihm nach und flohest starck genug.

Ja den verlohr ich oft der wie die Sonne lief;

Allein ich traff ihn an wenn er von Weine schlief.

Dir konte Ludewig der Große nicht entgehn

Als man ihn überall sah' im Triumphe stehn.

Ich traf ihn wenn sein Volck was herrliches gethan

Nicht selten voller Glut in Liebes-Armen an.

Nichts folgt Eugenio, nichts fesselt diesen Held

Kein Schmertzen hält ihn auf kein schöner Tag der Welt

Kein Donner Hagel Blitz kein süsses Ruh-Gericht

Kein Schnee kein hartes Eiß kein Liebes-Feuer nicht.