Auff den seeligen abscheid Ernesti Kerls/ Des edlen/ gestrengen/ erenvesten/ hoc...

By Johannes Plavius

Hat Gott wie er denn hat die wachen augen offen

Sieht in dem grossem rund' auff alles für vnd für

Vsnd weiss was schon geschehn vnd was noch für der thür

Wie kommt's denn daß der tod das starcke vater-hoffen

Die süsse mutter-lust (der hertze fast ersoffen

Ist in der thränen see) der freundschafft frewd' vnd zier

Das einig-grüne reiß! des stammes drauff alhier

Die gantze stat fast lehnt nun eben hat getroffen?

Waar ist's vnd allzu waar im lentzen seiner jugend

Im wachsen seiner ehr' im blühen seiner tugend

Ist dieses grüne reiß vom tode weg gerafft.

Noch ist es wol gethan. Denn seiner wird geschonet

Wenn Gott der bösen welt wie sie verdient hat lohnet

Vnd als die dürren äst' im trübsal-ofen strafft.