Auff den seeligen abscheid Ernesti Kerls/ Des edlen/ gestrengen/ erenvesten/ hoc...
Hat Gott wie er denn hat die wachen augen offen
Sieht in dem grossem rund' auff alles für vnd für
Vsnd weiss was schon geschehn vnd was noch für der thür
Wie kommt's denn daß der tod das starcke vater-hoffen
Die süsse mutter-lust (der hertze fast ersoffen
Ist in der thränen see) der freundschafft frewd' vnd zier
Das einig-grüne reiß! des stammes drauff alhier
Die gantze stat fast lehnt nun eben hat getroffen?
Waar ist's vnd allzu waar im lentzen seiner jugend
Im wachsen seiner ehr' im blühen seiner tugend
Ist dieses grüne reiß vom tode weg gerafft.
Noch ist es wol gethan. Denn seiner wird geschonet
Wenn Gott der bösen welt wie sie verdient hat lohnet
Vnd als die dürren äst' im trübsal-ofen strafft.