Auff der M. Tapfferkeit die eine Heerde Kühe vor Soldaten ansahen und deßwegen L...

By Christian Friedrich Hunold

Written 1697-01-01 - 1697-01-01

So bald nur das Gerücht von Wand: – – kam

Daß etwas Volck daraus auf M – – wolte ziehen

So sahe man bereits ein tapfferes bemühen

Und wie die Helden Zahl dasselbst die Waffen nahm.

Mit Wache ward das Schloß das feste wohl besetzt

Und als dieselbige ein rothes Heer erblickte

Von Lachen Berge her das immer näher rückte

So kuallt ein Losungs Schuß der Degen ward gewetzt.

Die Trommel ward gerührt Alarm war hier und da.

Man schwur: dem Theseus gleich zur lincken und zur rechten

Mit Minotauren itzt vors Vaterland zu fechten.

Und endlich kam der Feind der Vestung ziemlich nah.

Er schlug sein Lager gleich auff einer Wiese hin.

Doch schlagen wolt er nicht er gieng nur foutragiren

Und weil der General die Trommel hörte rühren

So rieff er: M – – hat was tapfferes im Sinn.

Denn einer Schlacht verlohnt sich jetzo wohl die Mühe.

Wer aber war der Feind? die Wand – – Kühe.