Auff die hochzeit des Churfürstl. Brandenb. hoff- und cammer-gerichts-raths Hn. ...
Ich nahm mir neulich vor die hochzeit zu besingen
Und den verlangten tag da ihr geehrten zwey
Einander saget zu gunst lieb und ew’ge treu;
Allein es war umsonst mir wolte nichts gelingen
Die freude ließ sich nicht in enge reimen zwingen
Ich schrieb und änderte wohl zehnmal eine reih
Biß ich voll ungedult auffsprang und rieff: es sey!
Ich kan unmöglich heut ein wort zu wege bringen.
Apollo sah’ an mir den unmuths-vollen sinn;
Was? schalt er setzstu denn nicht eine zeile hin?
Ach! schäme dich und laß dir nimmer das belieben!
Begreiffe dich und nim die feder noch zur hand
Der wille wird gar offt auch vor die that erkannt:
Schreib ihre nahmen nur so hastu gnug geschrieben.