Auff ein ihm verehrtes band. C. E.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Njm Venus dieses band aus meinen frohen händen

Das mir von Solimen jüngsthin geschencket ist

Ich hab es tausendmahl zu guter letzt geküst

Und will es dir hiemit in deinen tempel senden.

Häng wo du wilt es auff an deinen güldnen wänden

Und beut der strengen zeit die stahl und marmel frist

Daß sie nicht gierig sey durch falsche tück und list

Dem bande weh zu thun noch seine pracht zu schänden.

Nim es als erstlinge der reinsten freundschafft hin

Du siehst daß ich getreu gerecht und danckbar bin

Drum fördre wie du pflegst mein glück auff dieser erden

Schaff daß mir Solime das hertze selber schenckt;

Und wenn dein knecht alsdenn nicht ewig an dich denckt

So laß ihn aller gunst auf eins verlustig werden.