Aus dem frantzösischen des Pays.
So bald das sonnen-licht die müden augenlieder
Nach der genoßnen ruh von ihrem schlaf erweckt,
Und das verliebte kind die alabaster-glieder
Mit einem linden ach im bette von sich streckt,
So gehn viel hundert lüst’ in ihrer brust spatzieren,
Die sanffte kützelung durchstreichet geist und sinn,
Und die entzückungen, so marck und adern rühren,
Zieh’n sie gantz außer sich in den gedancken hin.
Die liebe schmeichelt ihr, sie löscht der sehnsucht kohlen,
Und baut aus ihrem bett ein schloß der einsamkeit,
Da kan sie in der ruh die wohllust wiederholen,
Mit der sie sich zuvor in unruh hat erfreut.