Betrachtung göttlicher Wunder in Erhaltung des Saamen-Korns im Frost.
Wie ich, in einem starken Frost, die, nur in einem
engen Raum,
Durchs Eis verschränkte Schwähne füttern, und ihnen
Haber geben ließ,
Der alsobald mit Eis belief, wann er noch in dem Wasser
kaum,
Und dennoch an sich selbst nicht fror; erwog ich, was mir
dieses wies:
Ein gütig Wunder, welches man wohl eben nicht so oft
bedenket,
Und das gewiß, aus weiser Absicht, zum Nutz der Crea-
tur geschenket.
Da nemlich solch ein Saamen-Korn, wie hart es friert,
doch nicht erfriert.
Wovon die ganze Creatur und Menschheit solchen Nutz
verspührt,
Daß, wenn es frör, als andre Früchte, die wässericher, als
wie sie,
Nicht nur die Nahrung aller Menschen verdürb’, und auch
mit aller Müh'
Nicht würd’ erhalten werden können; nein, auch die Saat
fürs künft'ge Jahr
In augenscheinlicher Gefahr,