Bey dem Ottisch- und Ulrichschen Hochzeit-Feste Gratulirte zu dem aus dem Ulrich...

By Johann Georg Gressel

Ein Bild das auf der Stirn des Vaters Nahmen führet

Und dem der Mutter Geist aus beyden Augen lacht

Das reiner Tugend-Gold am meisten kostbahr macht

Und daß des Fleisses-Bild in seinem Wapen zieret *

Desselben Kostbarkeit kein Silber kauffen kan

Das trifft Herr Bräutigam er jetzund glücklich an.

Herr Ulrichs

Die wohlgepreget sind von guten Korn und Schroot

Und die vor keinem Strich als nur allein dem Tod

Den unverfälschten Glantz der holden Wangen neigen

Derselben keine nur allein von aussen prahlt

Weil sie nicht triegend Schmuck noch Fürniß angemahlt.

Dis eine Schau-stück war vor ihn noch aufgehoben

So diese Uberschrifft:

Die Tugend selber hat auf den

Um ihre muntre Stirn den Spruch:

Die Rand-Schrifft ist hiebey:

Die Deutung zeiget jetzt daß es Herr

Ich wünsche Glück dazu! GOtt segne Kauff und Waare

Und lasse Zucker-Brod stets eure Speise seyn

Er schenck euch

Und gebe tausend Lust dem neu-vermählten Paare

Er müsse selbst den Oel in eure Flammen thaun

Daß man dis Kleinod nicht mag ohne Wucher schaun.