Bey dem Ottisch- und Ulrichschen Hochzeit-Feste Gratulirte zu dem aus dem Ulrich...
Ein Bild das auf der Stirn des Vaters Nahmen führet
Und dem der Mutter Geist aus beyden Augen lacht
Das reiner Tugend-Gold am meisten kostbahr macht
Und daß des Fleisses-Bild in seinem Wapen zieret *
Desselben Kostbarkeit kein Silber kauffen kan
Das trifft Herr Bräutigam er jetzund glücklich an.
Herr Ulrichs
Die wohlgepreget sind von guten Korn und Schroot
Und die vor keinem Strich als nur allein dem Tod
Den unverfälschten Glantz der holden Wangen neigen
Derselben keine nur allein von aussen prahlt
Weil sie nicht triegend Schmuck noch Fürniß angemahlt.
Dis eine Schau-stück war vor ihn noch aufgehoben
So diese Uberschrifft:
Die Tugend selber hat auf den
Um ihre muntre Stirn den Spruch:
Die Rand-Schrifft ist hiebey:
Die Deutung zeiget jetzt daß es Herr
Ich wünsche Glück dazu! GOtt segne Kauff und Waare
Und lasse Zucker-Brod stets eure Speise seyn
Er schenck euch
Und gebe tausend Lust dem neu-vermählten Paare
Er müsse selbst den Oel in eure Flammen thaun
Daß man dis Kleinod nicht mag ohne Wucher schaun.