Bey Ubergebung seines Hertzens.
Nimm Clytie zu dem Geschencke
Mein Hertze weil mir Geld gebricht
Du siehst daß ich auff Liebe dencke
Die aller Schätze Schatz und Licht;
Und weil ich leben
Muß unter dir
So will ich geben
Zur Pflicht-Gebühr
Mein Hertze hier.
Erschrick nicht daß es so erzittert
Und sich in deinen Händen rührt
Die Brunst von der ein Hertze wütert
Das Liebesflammen in sich führt
Wird heller brennen
Bey dir mein Kind
Daß man kan kennen
Wie wir entzündt
In Liebe sind.
Verwundre nicht die grosse Hitze
Die sich in meinem Hertzen regt.
Empfind ich doch der Schönheit Blitze
Wormit mich stets dein Auge schlägt
Wilst du verdammen
Die linde Glut
Da ich doch Flammen
Nehr in dem Blut
Gantz wohlgemuth.
Du sprichst der Schnee an meinen Händen
Zerschmeltzt von diesem Hertzens-Brand.
Er hat mir Adern Marck und Lenden
Ja selbst das Leben umbgewandt.
Wie eine Kertze
Sich selbst verzehrt
So ist mein Hertze
In Staub und Erd
Durch diß gekehrt.
Nur
Daß du solst jedem zeigen an
Wie ich mein Hertze zu dem deinen
Hab aus verliebtem Sinn gethan.
Daß diß Geschencke
Man an das Ohr
Gleich Perlen hencke
Kommt wie ein Mor
Mir seltzam vor.
Laß andre Diamanten haben
Du trägst ein Kleinod das mehr wehrt.
Gold Silber sind des Glückes Gaben.
Die Liebe wird nur mit beschwehrt.
Die Zeit zerreibet
Der Perlen Zier
Mein Hertze bleibet
In Liebs-Begier
Verpflichtet dir.
Gilt doch dein Mund mehr als Corallen
Die Lippen mehr als ein Nubin.
Kein Demant kan mir so gefallen
Als deine Augen wenn sie blühn.
Du bist mein Leben
Mein höchstes Gut;
Der ich gegeben
In treuer Hut
Geist Hertz und Blut.