Bey übersendung einiger Confitu- ren.

By Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau

Hjer will dein armer knecht ein schlechtes opffer schicken

Der selbst auf deinem mund ein opffer wünscht zu seyn.

Bestrahlstu dieses pfand mit gunst geneigten blicken

So wird der himmel selbst mein hertz mit lust bestreun.

Nim es in gnaden an diß kleine demuths zeichen

Das zwar vor deinen mund mein licht gewidmet ist:

Doch mag kein zucker nicht dem süssen nectar gleichen

Der wie ein honig-thau auf deinen lippen fliest;

Kein Amber kan so sehr den matten geist erquicken

Als wohl von deinem mund ein heiß entzündter kuß;

Wann wird der himmel doch einst deinen knecht beglücken

Daß er auch schmecken darff den süssen überfluß?