Cantata A uf den G eburths- T ag I hro Königl. Majest. in Dännen. Frieder. des I...
Beglücktes Licht!
Das je die Welt gesehen
Vor deren Glantz ein sterbliches Gesicht
Nur muß gebückt und mit Erstaunen gehen.
O Sonne! Deren Pracht
Vollkommener als Phoebus Klarheit lacht!
Weil deren Purpur-Strahl so rein
Das Tugenden die Flecken seyn.
Himmel ach! Durch deine Güte
Nimmt man dich hier selber an.
Gottes-Furcht und Gnade zeigen
Wie man hier zum Himmel steigen
Und bey Göttern Leben kan.
Himmel ach! Durch deine Güte
Nimmt man dich hier selber an.
So blitzt die Landes-Sonne:
O wunder schönes Licht!
An dem der Menschen Lust und Wonne
Vespasian durch Nordens-Himmel bricht.
Doch können auch geringe Dünste-Strahlen
Wenn sie der Sonnen Lieblichkeit
So offt sie will den Regen-Bogen mahlen
Mit ihren Gold bestreut:
Entzünden sich in einer Brust
Zur Danckbarkeit viel tausend Freuden-Kertzen
So brennt der Nord bey dieser Götter-Lust
Von Millionen Hertzen.
So hoch das Glück den frohen Belt gesetzet
So groß hier das Vergnügen ist
So sehr hat sich auch Lieb und Treu geküßt!
Und diesen Wunsch den Sternen eingeätzet.
Himmel Küsse mit Ergetzen
Was dir selber gleich zu schätzen
Und laß uns glückselig sehn.
Friederich des Landes Sonne
Und der Unterthanen Wonne
Wisse nichts von untergehn.