Christo Jesu zu EhrenFußnoten

By Johann Klaj

Written 1636-01-01 - 1636-01-01

Setzet an blaset die feyer Trommeten

Lasset erklingen die hohen Clareten

Lasset die küpfernen Trummeln erschaln

Prasseln und haln.

Stekket die Fahnen auß lasset sie fliegen

Man hat die höllische Vestung erstiegen

Lasset dieTempel mit Waffen außschmükn

Löset die Stükn,

Ladet von neuen begrüsset den Himmel

Thäler antworten mit Gegengetümmel

Nunmehr ist unser der blutige Krieg

Wahlstat vnd Sieg.

Singet und klinget in Christlichen Landen

Christus ist heute von Toden erstanden

Christus hat heute den Teufel besiegt

Satan erliegt.

Die Cherubinen nun Sternen ab fliegen

Singen und sagen von Kriegen vnd Siegen

Das Deamantine Himmlische Zelt

Freudevermeldt.

Sehet wie schimmert die güldene Sonne

Hüpffet und springet für Freuden und Wonne

Höret die künstliche Nachtigal wacht

Schlirffet und lacht.

Wasser vnd Wogen mit Brausen sich heben

Ströme die Freude mit Rauschen angeben

Der West verjünget die nichtige Zeit

Blumen außbreit.

Rühret der Harfen bewegliche Seiten

Lasset das Orgelwerk klüglich bestreiten

Alle Welt soll Ihn mit völligem Chor

Heben empor.

Flötet posaunet versüssete Lieder

Christus der Höllen Bestürmer kömt wider

Alles was Odem hat lobe den HERRN

Nah und auch fern.

Stille! der Siegesfürst kommet gezogen

Richtet auff lieblich bekräntzete Bogen

Machet die mächtigen Thaten berufft

Füllet die Lufft.

Hertzog du Hertze des Friedes willkommen!

Freude der Engel Erlöser der Frommen

Retter der Sterblichen Tröster in Noht

Leben im Tod.

Die Fakkel dieser Welt das Flammenschöne Licht

Das mit vergüldten Haubt die braune Nacht zerbricht

War noch nicht aufgewacht; es spielte durch das blaue

Die gelblichrohte Braut die Mutter kühler Taue

Die Fürstin des Gestirnsdie neubegrünte Welt

Lag noch wie fast vor tod in ihrem Nebelzelt.

Der tieffe Hertzensschnitt das Sorgenvolle Wachen

Allein das fromme Weib Marien munter machen

Der ist hinweggerafft nachdem sie hat gewacht

Nicht sonder Threnenflut den dritten Tag und Nacht.

Wer träget wol ein Feur im Busen das nicht schmertze?

Die Liebe birgt sich nicht der Mund verräht das Hertze.

Der abgeseelte Leib das newe Todenhauß

Die liegen jhr im Sinn drüm bricht sie folgend auß.