Christus alles in allen, der Kern und Stern der heiligen Schrift.
Der Menschen Wiz schweift aus den
Schranken,
Und daher kommt es daß sie wan-
ken
In Sachen ihrer Seeligkeit:
Woher entsteht so vieler Streit,
In Dingen die wir gläuben sollen?
Daher, weil wirs begreiffen wol-
len.
Wir haben
Worin man nichts, als wahr antrift.
Sie ist ein Licht, das klärlich zeiget,
Das, was uns die Vernunft verschweiget:
Wer dieses sich zum Grunde sezt,
Der bleibt im Glauben unverlezt.
Wie viele sind, die dies Buch kennen,
Es
Die doch im Glauben ungewis;
Wo her kommt diese Finsternis?
Bei denen, die vom Glauben prahlen?
Daher sie lieben nur die Schalen.
Wer nicht den Kern der Bibel sucht,
Der findet darin wenig Frucht:
Wer aber darnach emßig schmachtet,
Der Bibel wahren Zwek betrachtet,
Der sucht in einen jeden Buch
Den Heiland, das ist ihm genug:
Der ist der Kern, wer dieses gläubet,
Und bei dem klaren Worte bleibet,
Der sagt: D
Mein Leitstern zu dem Heiland sein,
Den will ich suchen, kennen, ehren,
In seinen Wort sind Warheitslehren,
Die nehm ich zum Wegweiser an,
Den folg ich auf der Lebensbahn:
So kann mich nicht der Wiz verderben,
Drauf leb ich, darauf will ich sterben,
Kommt denn, das Ende meiner Zeit,
So folgt die frohe Ewigkeit.