D. Z.

By Christian Friedrich Hunold

Hier liegt mein Hertz und spricht ich bin besieget

Hier beut mein Geist sich dir zum Sclaven an.

Die Freyheit hat mich nicht so sehr vergnüget

Als da du mir die Fessel angethan.

Wer mich befreyt sucht mein Verderben

Es ist nur Sterben

Mein löse Geld.

Die Dinstbarkeit die ich so willig Leide-

Ist viel zu schön daß jemand loß begehrt.

Mein edles Joch ist weicher Sammt und Seide

Die Ketten sind des besten Goldes werth.

Das Sclaven Hauß der holden Plagen

Ist kurtz zu sagen

Mein Paradieß.

Es mag die Welt ihr Jubel-Fest begehen

Es ruffe Rom die freyen Zeiten aus.

Ich will bestrickt und stets gebunden stehen

Es sucht dein Knecht bey dir sein Sclaven-Hauß

Mein keusches Hertz so dir verbunden

Rufft alle Stunden

Ach zweiffle nicht.

Du solt mein Kind allein dieselbe bleiben

Von der ein Winck mir gleich befehlen kan.

Es soll mich nichts von deiner Seite treiben

Es fasse mich gleich Todt und Unglück an:

Es wird die Treu doch nicht gebrochen

Die ich versprochen

Das schwer ich dir.