Das abgelösete und unabgelösete Pfand.
Nimphe von der zarten Hand
Wird mir wieder zugesandt
Was ich mich durch Ungelücke
Weg zu geben schuldig fand.
Aber deiner Augen Blicke
Haben mir noch was entwandt
Das nicht wieder kehrt zurücke
Wie diß abgelöste Pfand.
Deine Tugend deine Zier
Nahm mein Hertz und schenckt es dir
Ließ mich nichts dafür empfangen;
Seit es abgereist von hier
Hats ihm wunderlich gegangen:
Es muß brennen für und für
Trägt doch aber kein Verlangen
Wiederum zu seyn bey mir.
Nun es bleibe wo es kan!
Findt es sein Vergnügen dran
Ich will mich nicht widersetzen:
Schätz und Hertzen die der Wahn
Vor so köstlich pflegt zu schätzen
Wollen seyn geleget an
Wenn sie anders solln ergötzen
Und auff Wucher ausgethan.