Das abgelösete und unabgelösete Pfand.

By Hans Aßmann von Abschatz

Nimphe von der zarten Hand

Wird mir wieder zugesandt

Was ich mich durch Ungelücke

Weg zu geben schuldig fand.

Aber deiner Augen Blicke

Haben mir noch was entwandt

Das nicht wieder kehrt zurücke

Wie diß abgelöste Pfand.

Deine Tugend deine Zier

Nahm mein Hertz und schenckt es dir

Ließ mich nichts dafür empfangen;

Seit es abgereist von hier

Hats ihm wunderlich gegangen:

Es muß brennen für und für

Trägt doch aber kein Verlangen

Wiederum zu seyn bey mir.

Nun es bleibe wo es kan!

Findt es sein Vergnügen dran

Ich will mich nicht widersetzen:

Schätz und Hertzen die der Wahn

Vor so köstlich pflegt zu schätzen

Wollen seyn geleget an

Wenn sie anders solln ergötzen

Und auff Wucher ausgethan.