Das Fischermädchen

By Theodor Fontane

Written 1844-01-01 - 1844-01-01

Steht auf sand'gem Dünenrücken

Eine Fischerhütt' am Strand;

Abendrot und Netze schmücken

Wunderlich die Giebelwand.

Drinnen spinnt und schnurrt das Rädchen,

Blaß der Mond ins Fenster scheint,

Still am Herd das Fischermädchen

Denkt des letzten Sturms und – weint.

Und es klagen ihre Tränen:

„Weit der Himmel, tief die See,

Doch noch weiter geht mein Sehnen,

Und noch tiefer ist mein Weh.“