Das flotte Herz

By Wilhelm Müller

Written 1810-01-01 - 1810-01-01

Wann's im Schilfe säuselt,

Wann die Fluth sich kräuselt,

Wird mir flott das Herz,

Möcht' aus der Brust mir fliegen,

Möcht' auf den Wogen sich wiegen,

Unter sich tauchen in Lust und in Schmerz.

Fischerin, du kleine,

Schiffe nicht alleine

In das große Meer!

Hinter dir hergezogen

Kommt schon mein Herz durch die Wogen –

Fischerin, sind deine Netze noch leer?

Nimm's in deinen Nachen,

'S wird nicht schwer ihn machen,

'S ist ja nichts darin,

Als nur du selber alleine,

Leichte, luftige Kleine,

Du mit dem windigen, flatternden Sinn!