Das göttliche Aufsehn über die Kirche bey einer Kirchen Visitation abgesungen.
Der Vorsicht Auge schlummert nicht
Das über Zion wacht;
Weil es durch Finsternis und Nacht
Mit seinen Strahlen bricht.
Der Höchste will sein Zion stets erfreun,
Er sucht es heim, bekrönet es mit gnädigen Gedein,
Er lässet pflanzen, und durch das Begiessen,
Den Seegen spriessen.
Soll die Kirch in Seegen blühen;
So muß
Und bey seiner Vorsicht Walten
Durch die Lehrer sie erhalten:
Denn auf deren treu Bemühen
Folgt noch immer das Gedein.
Gott liebt die Seinen,
Und läst sein Wort zur Lehr, zum Leben,
Wie eine Leuchte scheinen;
Er wird auch ferner geben
Von seinen heilgen Höhen
Daß wir davon noch reiche Früchte sehen.
Es blüht zwar leider überall
Das Unkraut, das der Feind auf
Allein getrost! es liegt der Höllen Belial,
Und JEsus der ihn stürzt, der siegt
In seiner Majestät
Und dadurch wird zulezt das Unkraut doch bekriegt
Die Erndte kommt, da wird der Weizen herrlich
Das Unkraut in dem Feur das ewig brennt, vergehen.
O! segne Heiland deine Lehren,
Und gib zum Worte ferner Kraft;
O! laß die Jugend, laß die Alten,
Sich woll in Christenthum verhalten;
Und gib daß wir uns erst bekehren,
Eh uns der Tod von hinnen raft!