[Dein Auge, Dimos, so bezaubernd schön]

By Georg Friedrich Daumer

Written 1823-01-01 - 1823-01-01

Dein Auge, Dimos, so bezaubernd schön,

Und dein Gemüth, so kalt –

Sie klag' ich an, beugt Jammer ohne Maß

Die Blume meines Seins.

Beschleunige mein Ende, stoße mir

Dein Eisen in die Brust;

Dann mit des Herzens flüssigem Geblüt

Durchnässe dir ein Tuch,

Durch sämmtliche Bezirke trag' es um,

Durch alle Dörfer rings,

Und zeig' es im Triumphe jedem Aug',

Und staunt man an, so sprich:

„Seht das Geblüte jener Ärmsten hier,

Die mir ein Übermaß

Von Huld geweiht und welcher ich dafür

Den Stoß in's Herze gab!“