Der Ahalibama Klage über den Tod ihres geliebten Eliesers.
Mein Elieser stirbt! mein bester Schatz ist todt!
Mein ander Hertz ist hin ja selbst mein eigen Leben!
Ahalibama auf! ermann dich in der Noht
Und laß den krancken Geist in freyen Lüfften schweben:
Folg’
Schließt Augen schließt euch zu! erstarrt ihr matten Glieder!
Brich Hertze brich entzwey! bring aus dem Ungestühm
Mich Tod! ach süsser Tod! zu meinem Schatze wieder.
Schlag Schmertze meinen Geist wie Tulp’ und Nelck’ entzwey!
Bringt mir den Becher her der meinen Schatz vergeben
Mach
Und gönne uns die Ruh im
Ach! aber ach umsonst! mein
Ich soll um seinen Tod mich nicht zu tode kräncken
Verhängniß quählst du mich auf einmahl nicht zu viel?
Gefangen mich zu sehn den Schatz ins Grab zu sencken
Den Schatz der mir sehr offt die Lebens-Zeit versüßt
Ach
Wie daß der Moder schon die schönen Glieder frißt
Und deine
Der offt gewünschte Tod der wird mir jetzt versagt
Da dessen Stachel mir am allersüßten scheinet
Wer ist der deinen Tod im Hertzen nicht beklagt
Und mir Gequählten gleich viel heisse Zähren weinet?
Doch der dein Vater heißt der dir das Leben gab
Das Felsen-harte Hertz empfindet kleine Schmertzen
Es stürtzt um kleine Ehe den besten Sohn ins Grab
Und will ums Königs Gunst der Kinder Heyl verschertzen.
Ach! daß der Donner dich nicht längst zerschlagen hat
Du wilder Wüterich! du Muster grauser Väter
Ha
Pfuy schäme dich ins Hertz verdammeter Verrähter!
Ach
Ahalibama stirbt wenn sie den Fall erweget
Mein Hertze steigt heraus aus der erstorbnen Brust
Die Geister wein’ ich weg die mein Gehirne heget.
Dein letzteres Gebot das Sterben mir verbeut
Dis geh’ ich endlich ein allein die alten Götter
Laß ich nicht um den Tand gelehrter Seltenheit
Die
Ich lebe aber ach! zu meinen größten Schmertz
Mein bester Schatz ist todt mein Leben ist verblichen
Ich weiß nicht wie mir ist? ich lebe ohne Hertz
Mit deinem Tod mein Schatz sind Hertz und Geist entwichen.
Ich lebe in der Lust von aller Lust entfernt
Mit
Des
Ach wäre ich mein Schatz an deiner Statt Verdorben!
Doch auf ermuntre dich
Blieb
Verehre dessen Brunst und seine Treu erheb
Die alle Welt erhöht nur
Nun ruhe wohl mein Schatz ach
Daß das Verhängniß dir so feindlich ist gewesen
Und deinen Tod verhängt die Zunge wird mir schwach
Den Jammer kan man mir an meiner Stirnen lesen.
Das viele Weinen nimmt der Zunge ihre Macht
Der Kummer will den Geist der Ohnmacht übergeben
Doch wird mit Mühe noch dis Wort hervorgebracht;
Mein bester Schatz ist todt! ja selbst mein eigen Leben!