Der Bellandra Abfall schmertzet ihn nicht.

By Johann Georg Gressel

Was traurest du mein Hertze!

Frisch auf verzage nicht!

Laß diese dunckle Kertze

Und such ein ander Licht.

Du hast sie zwar geliebet

Doch nur zum Zeit-vertreib

Was ists das dich betrübet?

Ein ungetreues Weib.

Was ist das Frauen-Zimmer?

Was heist bey ihnen Treu?

Es ist ein falscher Schimmer

Betrug und Heucheley.

Wer ihren Worten trauet

Der wandert bey der Nacht

Bis er das Unglück schauet

Darinn sie ihn gebracht.

Wie das Aprillen-Wetter

Unsiett und stürmisch ist

Und wie die Rosen-Blätter

Bald die Verwesung küßt.

So steht auch ihre Liebe

Auf lauter Unbestand

Sie sind verlogne Diebe

Betriegen Mund und Hand.

Sie gleichen den

Die unser Fall erfreut

Will man sich darnach sehnen

So ist der Todt nicht weit.

Weil sie nun solche Leute

So schätze dich vergnügt

Daß du zu einer Beute

Den Tod nicht weg gekriegt.

Du hast sie schon berochen

Du weist ja was sie hat

Die Rose ist gebrochen

Und du bist ihrer satt.

Laß diese falsche Seele

Auf! gib ihr gute Nacht

Flieh ihre Laster-Höhle

Wo dein Verderben wacht.

So danck ich denn der Liebe

Und ihren Plagen ab

Und schwinge meine Triebe

Nach

Weñ Dolch und Degen blincken

So freut sich meine Brust

Wo Roß und Mann versincken

Da find’ ich meine Lust.

Die Paucken und Trompeten

Zieh ich den Küssen für

Pistohlen und

Sind meine beste Zier.

Wenn die Carthaunen knallen

Wenn Feur und Pulver kracht

Wenn veste Mauren fallen

Und wenn man Mienen macht.

Denn find ich mein Vergnügen

In dem erhitzten Streit

Das Fechten und das Kriegen

Ist lauter Frölichkeit.

Nun gute Nacht du Schöne

Doch falsche auch dabey

Ich liebe das Gethöne

Von