Der eigensinnige Liebhaber.

By Johann Georg Gressel

Das Mädgen liebe ich daß mir nicht günstig ist

Dasselbe will ich nicht das mich mit Willen küßt.

Die

Jhn aber nicht mit Lust und Frölichkeit vergnügen.

Den angebohtnen Knß den schlag’ ich in den Wind

Und den verlang’ ich nicht der mir nicht wird vergünnt.

Die Sinnen will ich nicht mit Wollust überschwemmen

Den Unmuth aber doch in seinem Lauffe hemmen.

Die

Jen’ hat zu viel der Lust und diese nichts in sich

Ich will die Mittel-Bahn von diesen beyden gehen

Und will nach einer Frau die etwas listig stehen

Die die Verschlagenheit und lose Schlackheit liebt

Und sich dem was ich will allzeit entgegen giebt

Die wieder zürnt und schilt und gleich darzwischen schläget

Wenn meine Hand noch nicht den Knüttel angereget.