Der Erste Eingang.

By Andreas Gryphius

Die stille lust der angenehmen Nacht

Der ruhe zeit die alles schwartz anstreicht.

Krönt nun jhr Haupt mit schimmerend-lichter pracht

Der bleiche Mond der Sonnenbild entweicht.

Die Erd erstarr’t. der faule Morpheus lert

Sein feuchtes Horn auff tausend glieder aus

Vnd deckt mit schlaff was schmertz vnd tag beschwert

Der träume schar schleicht eyn in Hütt vnd Hauß.

Die kleine welt das grosse Bizantz liegt

In stoltzer Ruh. in dem sein Keyser wacht.

Der grosse Printz der für vns kriegt vnd siegt

Vnd gantz zubricht der harten Persen macht.

Er wacht für vnß! daß Pontus stiller fleußt

Daß Nilus dient daß Ister dich verehrt

Vnd daß der

Entsteht weil jhn nicht einer schnarchen hört.

Er wacht für vnß vnd der wacht über jhn

Der Fürsten stüel auf steiffen Demand setz't

Der Fürsten täg’ heißt auß metallen zihn.

Vnd jhre feind mit schnellem blitz verletz’t.

Gott helt ob den die er selbst Götter nenn’t

Ob schon der

Vnd sich vor wahn vnd rasen nicht mehr kenn’t

Vnd Berg auf Berg vnd felß auff klippen stützt.

Ob Atlas gleich schon auff dem H

Vnd Athos reicht an das bestern’te schloß.

Ob man die thür auch in den Himmel fünd

Wenn Rhetus noch so starck vnd noch so groß:

So bleibt es doch so bleibts vmbsonst gewagt

Was sie gewündscht! auf einen schlag verschwind

Das lange werck. wer Gott in streit außtag’t

Wird asch vnd stanb vnd dunst vnd rauch vnd