Der kriegs-knechte einer eröffnete seine seite mit einem speer. Joh. 19 v. 34.
O ungerechter stich vor dich!
Den deine seit’, o Heyland! fühlet;
Und dennoch gantz erwünscht vor mich,
Weil er den zorn des vaters kühlet!
Verhaßter und auch liebster spieß!
Du stichst zwar in das wahre leben;
Doch nur, um in das paradies
Uns einen schlüssel abzugeben.
Lag unser heyl bißher versteckt?
Lag unser schatz in GOtt vergraben?
So hat, was nirgends war zu haben,
Nunmehr des feindes speer entdeckt.
Ich küß, o himmel! deinen schluß!
Nachdem durch dich der welt zu gute
Ein mord-gewehr zur wünschel-ruthe
Und blut zu golde werden muß.