Der Maulwurf ein Bild eines Geitzigen.
Ein Maulwurf hatte sich im Garten einst
verkrochen,
Und durch sein blind Gewühl viel Hügel
aufgehäuft,
Als ihn des Gärtners Schwur den jähen Tod ge-
sprochen,
Dem er die Frucht verdarb eh sie zum Nutz gereift,
Er lief bald hie bald da in dem verborgnen Gängen,
Um sich in lukrer Erd noch weiter durch zu drengen.
Doch da er sich mit Müh stets immer weiter
brachte,
Mit fressender Begier nach denen Würmen nagt,
Und wieder abermahl geworfne Hügel machte,
Ward seine Räuberei dem Gärtner angesagt:
Er kam und stach ihn aus, wo er sich aufgeschmissen,
Und muste auf dem Klump zugleich sein Leben schliessen.
Das ist ein klares Bild von Menschen die stets
wühlen,
Nach eitlen Jrdischen; sie häuffen Geld auf Geld:
Und da die Geitzigen nach diesen Kothe zielen,
Verdirbt ihr blinder Trieb die Wollfart dieser Welt,
Der HErr, der oben wohnt, der sieht auf ihr Verderben,
Und läst den Geitzigen als einen Maulwurf sterben.
Er pflegt die Sterblichen, die alles zu sich raffen,
Und denen gelber Koth des Lebens Element,
Wenn sie genug gehäufft, damit auch zu bestraffen,
Daß sich ihr Lebens Ziel bei ihren Klumpen endt:
Denn sie darum gescharrt in ihren ganzen Leben,
Damit sie drauf mit Qual zuletzt den Geist aufgeben.