Der Schiffer auf dem Festlande

By Wilhelm Müller

Written 1810-01-01 - 1810-01-01

Vor meines Vaters Hause

Nicht ferne von dem Strand,

Da liegt ein alter Nachen,

Bedeckt mit Schilf und Sand.

Und wenn die Boote segeln

Hinaus zum Heringsfang,

Dann kracht der alte Nachen

Und macht die Fischer bang'.

War einst der schönste Nachen,

Trug einst den schönsten Mann:

Den Mann verschlang die Woge,

Den Nachen trieb sie an.

Da ließen sie ihn liegen,

Wohin ihn warf die Fluth –

Wie läg' ich still im Lande

Mit meinem Schifferblut?