Der sieghafte DAVJD .
Wenn Betrübnüß Angst und Noth
wenn groß Elend ist vorhanden
Wenn Beträngnüß uns ümbgiebt
wen man stekkt in Unglükksbanden
So ist dieß das beste Mittel daß man an den
Und mit hertzlichem Gebete sich zu seiner Gna-
Wirst du wehrte Christenheit von Verfolgern
Daß du nicht weist aus und ein wenn der Feind
Daß du keinen Ausgang siehest wohl! so laß
Gott der wird dich zu erretten schon die rech-
Wenn der Menschen Hülf’ erliegt fängt Gott an
Daß man seine große Macht mit Verwunderung
Dessen wunderbares Beyspiel wil ich wie mir
Dir itzund vor Augen stellen merk nur auf mein
Clio steh mir itzo bey und vergönne mir zu
Dieses große Wunderwerk so nicht wil ver-
Hilf mir von dem Kampfe singen zwischen ei-
Und noch einem Jungen Knaben der kaum
Eben zu derselben Zeit da der Saul den Ze- pter fůhrte
Und das Volk von Juda her als ein Oberherr
Fiel der Gottverhaßte Hauffe der Philister in
Und verfolgte das Volk Gottes mit erhitzter
Mars der wütet hie und da es war große Noth
Der verarmte Bauersmann klaget mit betrubtem
Schau was wir mit Müh’ und Arbeit ausge-
Das wird uns betrübten Leuten weggenom-
Ach was müssen wir itzund spricht ein Andrer
Es zwingt uns der Kriegesmann unser Vater-
Man beraubt uns unsrer Güter ach wie man-
Wird von diesem Heidenvolke gantz gemacht
Mancher Ort wird eingeäscht unsre Weiber
Werden liederlich entehrt unsre Schaf’ und
Treibet man weg aus dem Lande bald schlägt
So beklagte fast ein Jeder die vergallte Krie-
Es erschrikkt der König selbst den doch sonst kein
Es wird sein geängstigt Hertz itzo zum Gebet’ er-
Er geht oft in Gottes Hütten fleht mit aufge-
Daß Er ihn doch wolle setzen in den göldnen
Schone sprach Er liebster GOtt schone doch
Schau die höchste Noht doch an womit wir itzt
Laß dein Zornenfeur erleschen welches unsre
Selbst in Dir hat aufgeflammet spring uns
Wir erkennen zwar gar gern daß wir sind auf
Wieder dich herüm geirrt daß wir uns auf sol-
Oftmals haben finden lassen da dir grosser
Hertzlich sehr hat vor geekelt: Oft hat dein
Aus verstokktem bösen Sinn’ und verfluchtem
Mit der väterlichen Huld die du uns erzeigt ge-
Daß wir also diese Straffe die uns itzo plagt
Von dir wohl verdienet haben ja auch wohl
Aber denke doch zu rükk und laß deine Hülf’ er-
Dekk’ all’ unsre Sünde zu sieh an unser hertzlichs
Und die milden Bussethränen die dein armes
Schau doch wie das Blut der Deinen wie ein
Wirst du deines Eigenthums liebster GOtt itzt
Sondern alle Missethat nach Gerechtigkeit be-
O so ist es gantz verlohren dieser starke Heeres-
Und der Heiden große Menge frißt uns gleich-
Wilst du aber ja mein Gott unser nicht in Gna-
Und dich von dem großen Zorn deines Grimmes
Ach so schon doch deines Nahmens wie auch
So von diesem bösen Volke wird mit Hohn
Hilf uns bitt ich noch einmal und bedekk all’
Zeig uns deine Vatergunst und laß dich genädig
Dann so wollen wir dir danken und die große
Die du uns Gott wirst erzeigen hoch erheben
Also bat der König Saul schikkt sich drauf mit
Gegen die Philisierschaar wie Gott wil getrost
Er wird in sich selbst ermuntert bildet ihm ge-
Daß der Allerhöchste Helfer werde sein Gehül-
Er berufft gantz Jsrael saget: auf! greifft zu den
Seit in eurer Freyheit wach gebt dem Feinde was
Seht es ist die höchste Noth geht den Feind ge-
Und seyd bey euch selbst versichert Gott ist mit
Frisch gewagt ist halb gesiegt. Darauf schläget
Es versamlet sich das Volk und wird ein groß
Man bricht auf und schlägt ein Lager so daß
Jenen auf des Feindes Seiten gar vernehmlich
Saul vnd
Frischen die Gemühter auf den verfluchten Feind
Da lest sich auf jener Seiten
Der weit über Andre reichet den man sieht bey
Als ein grausames Gespenste vor dem fast die Er-
Dieser tritt nun trotzig her im Gemühte gantz ver-
Denket Jedermann zu fressen speyet gleichsam
Aus dem prahlerischen Rachen das erschrekk-
Als nun Saul den großen Riesen hatte hören heff-
Und wie Er Jsrael trotzt vnd zwar das zu dreyen
Wird ihm endlich angst vnd bange Jeglicher
Keiner ist so weit behertzt der sich mit ihm wa-
Denn Er trug auf seinem Kopf einen Helm von
Den kein Schwerdt durchhauen kan sein er-
Gleichet einem Weberbaume war mit Waf-
Daß Jhm kein Jsraeliter unter Augen wolte
Dieser spottet nun das Volk mit viel liederlichen
Schimpft und höhnet Gottesheer sprützet aus
Lauter Schand- und Schmeheflammen prah-
Raus ihr feigen Lumpenhunde! Was seyd jhr
Hat denn keiner nicht das Hertz daß Er eins mit
Kommt ich wil euch allzumal wie die Fliegen nie-
Trotz sey Jsrael geboten! Ist ja einer wo so
So wil ich ihn so zerknirschen daß ER an mich
Aber wo gar keiner ist der mit mir allein wil fech-
Wohl! So kommt zu zehnen her kommt mit drey
Die ihr vor die Stärksten schätzet Ja kommt
Kommt ihr feigen Berenheuter kommt ihr
Bringet euren GOtt mit euch und laßt ihn nur
Lasset ihn mit Donner Blitz sich aufs beste nur
Auf Jhn geb’ ich ja nicht So viel! Ist Er so ein
Wohl! Ich wil es bald erfahren was er vor
Endlich konte GOTT der HERR solchen Trutz
Fänget sein beliebtes Volk Jsrael an zu beleh-
Wie Er wunderbarer Weise Sie von der Phi-
Augenschetnlich woll’ erretten so auch bald ge-
David war ein Junger Mensch Jsaiens Harfen-
Und sein allerjüngster Sohu seiner Schafe treuer
Bräunlich zahrt und schön von Augen etwan
Oder wie der schön’
Dieser macht sich auf den Weg Sauls Soldaten
Und wie es bey solcher Zeit mit den Brüdern zu
Welchen auf Befehl des Vatters Er Getränk
Etwas Brodt und frische Käse So die Mutter
Da vernahm Er alsobald daß sich Goliath gerüh-
Alles Jsrael gepocht und welchs Jhm gar nicht
Gottes Heerzug so verschmehet. Sprach Er:
Der barbarische Verächter GOttes Volke
Soll der ungeschikkte Hund Jsrael so sehr verklei-
Soll der große Tölpelskopf etwa im Gehirne mei-
Daß Er uns verschlingen wolte? Nein das ge-
Dafür muß Er Straffe leiden. GOtt wird sei-
Heute noch auf diesen Tag da er nicht gedencket
Gott wird in gar kurtzer Zeit hoff’ ich ihm das
Und gantz Jsrael erretten. Aber sagt was Dem
Der mit diesem Ungeheuer hat die Sachen aus-
Wer den Goliath erlegt sagt’ ihm einer der soll
Daß Er unsres Königs Kind als sein Ehgemahl
Wer den Goliath ertödtet wird des Königs-
Und bekommt das schöne Fräulein Michal zu
Aber als dieß kaum geredt kam des Davids Brü-
Der fiel Jhn bald neidisch an sprach: Was wilst
Gehst du denn so von den Schafen? Geh und
Oder wil dir Füsse machen! Wer befiehlet dir
Hast du denn sonst nichts zu thun als daß du all-
Hörest neue Mährchen an und wilst den Schar-
Doch vielleicht wilst du Jhn schlagen. Geh du
Geh und warte deiner Schafe die dir anbefoh-
Zwar es thut dem David weh kan sich aber bald
Spricht: Was hab’ ich denn gethan? ist mir es
Bring’ ich dir und deinem Hauptmann denn
Gab mirs nicht dein und mein Vater? ist denn
Endlich schweiget David still faßt die Sachen
Und begehrt von diesem Werk’ im geringsten nicht
(denn es sind nicht schlechte Sachen) Nim̃t
Fället alsbald vor Jhm nieder und fängt so zu
Großer König wehrter Herr Unser GOTT im
Hat dich über Jsrael zum Regenten hoch erho-
Daß du ihm wol vor-solst-stehen: Nu hat Go-
Dich und Jsrael gehöhnet wie Er denn viel-
Daß Jhm keiner unter uns werden können abe-
Sondern werden allzumal Jhme müssen unter-
Aber kein Jsraeliter soll deswegen Hertz und
Sinken oder fallen lassen. Schau so jung ich
Wil ich mich doch unterstehn mit dem Goliath
Denn ich weiß gewiß daß GOtt mir wird feste
Gott ist in den Schwachen mächtig. Ob ich
Ist das Hertze desto größer. Darüm laß mich
Und gib zu daß ich das Volk mag durch meine
hab' ich doch unlängst den Beer und den grim- mig-wilden Leuen
Unverletzet überwunden der GOtt der zur
Mir so große Stärk ertheilet wird auch seine
Woran ich nicht zweifeln wil gegen mir erschei-
Er wird meine schwache Hand kräftig stärken sol-
Daß die Nachwelt es wird rühmen Ich wil
Lehren wie er Gott soll fluchen wie er seinen Lä-
Und sein Schandesvolles Maul über uns soll las-
Sein Leibeignes Schlachteschwert soll ihm sei-
Bey Dem der im Himmel wohnet schwer’ ich
Und du magst es eh nicht glauben biß du es
Welches bald erfolgen soll. Als nun David dieß
Fieng der König zu ihm an: Bist du Knabe denn
Mit der närrschen Fantasie? Ist dir dein Ge-
Bist du denn nicht bey dir selber? Oder ist dein
Daß du dich wilst unterstehen solchen grossen
Meinst du David sag doch an mit dem Goliath
Wenn ein Lamm den Wolff zerreisset dann so
Daß der ungemenschte Riese wird von dir er-
Wo denn hast du solche Macht und so große
Wo hast du den Heldenmuth und ein solches Hertz
Sage mir es doch nur einmal. David du bist
Oder es ist dein Gemühte großer Rasereyen
David aber sagte dranf: Nein O gnädiggroßer
Es ist keine Tollheit da. Freylich bin ich viel zu
Wenn ich mich als mich betrachte. Gott ist
Der so hoch- und große Dinge durch mich Klei-
Es hat keine Raserey mein Gemüht’ und Hertz
Es wird kein tollkühnes Werk großer Herr bey
Es hat mich auch meine Mutter niemals durch
Etwan wie man meint bezaubert Es hat
So man in der Hexenkunst brauchet Jemals
Der Gott Abraham hat mir solche Heldenkraft
Mit dem und in dessen Nahmen tret’ ich die-
Und bin bey mir selbst versichert Gott ist mit
Sehet was der Glaube thut! O du ädler Grund
Schild so vieler Märterer helle Fakkel der Pro-
Seelenlabsall Ziehl der Hoffnung Weg zur
Weß sich David unterstehet das hast du in Jhm
Endlich sprach der König so: David du begehrest
Die gantz unbegreiflich sind die mich gantz bestür-
Es heischt weder dein Vermögen noch dein
Solch ein unerhörtes Kämpfen. Doch versuche
Aber wenn ich rathen soll liest du solche Sachen
Den ich fürcht’ es wird der Feind dich zermal-
David stürtz dich doch nicht selber in dein Un-
Bitte sonst was du begehrest es soll unversaget
Und gebrauche doch Vernunft. Wer sich in Ge-
Kömmet oft darrinnenüm. Welcher Feur und
Wird gar oftermals verletzet. David höret die-
Bleibet aber fest bestehen und bedenkt nicht die
Wie viel mehr der König wehrt so viel mehr Er
Und wird zu dem Riesenkampf’ allzeit heftiger
Wie die tapfren Brittenhunde wenn sie einen
Sich je mehr und mehr erhitzen wenn man
Also macht es David auch: Die erhitzten Sinnen-
Die der Himmel angestekkt schlagen über jhm zu-
Seines Jsraels Errettung machet bey Jhm
Die Er nicht begehrt zu leschen als mit Golia-
Endlich gabs der König zu sprach: Hat GOtt
Wie aus allem es erscheint wol so laß’ ichs gern
Gott der Höchste mag dich schützen und sein
Dekke dich mit seinen Flügeln daß kein Unfall
Hierauf rief man Abner her dieser muste gute
Küras Degen Helm und Schild herzubringen
Nicht die etwan der
Oder auch der schwartze
(als der freye Tichter leugt.) Sondern was den
Wenn Er sein geschwornes Volk vor den Feind
Hier wird David gantz beharnischt man setzt
Der sich gar nicht wohl wil schikken man stekkt
Gürtet Jhm ein gutes Schwert an die unge-
Henkt den Schild an seinen Arm und ermahnet
Man zeigt ihm das beste Fechten. Dieser weist
Der ein vortheilhaftes Lager Jener einen an-
Run geht unser David fort und ist wohl heraus
Aber der so fromme Held weiß ja gar nicht wie Er
Er weiß sich nicht drein zu schikken weiß nicht
Die Goldschimmerende Waffen sind ihm schon
Wenn man Jhn sieht also gehn muß man seiner
Denn Er trägt den Schild nicht recht und weiß
Bald wird ihm der Helm verschoben bald henkt
Bald schimpft Jhn sein eigner Bruder spricht:
Keiner der den David steht kan das Wesen recht
Keiner ist der es begreift was der Höchste wil be-
Einer gehet zu dem Andern wundert sich ohn
Fragt was dieses doch soll werden und geden-
Dieser spricht: Ach sehet doch wie das junge Blut
Schaut wie doch der gute Mensch wird so jäm-
Wer hat Jhm doch eingerahten daß Er sich so
Und in seiner großen Einfalt an den starken Rie-
Jener aber neidet Jhn: Was darf Der sich unter-
Wil denn solch ein Kind das Lob in gantz Jsrael
Lekker Ruhten auf den Hindern! In die Hand
Laß dieß Werk versuchten Rittern. Doch! Er
Holla still es muß so sein. GOtt wil Jsrael erlö-
Von der Philistiner Hand und von solchem gro-
Aber nicht durch stoltze Waffen daß nicht et-
Der vergöldte Schild un Pantzer habe Goliath
Gott will seine große Macht in geringerem er-
Daß man seine Gütigkeit möge desto besser prei-
David soll mit seiner Schleuder stürtzen diesen
Daß der Hoffart nicht darf sagen: Dieses hat
Es geht doch so in gemein wenn ein Armer was
Oder sonst ein guter Mensch daß es allzeit wird
Aber wenn ein grosser Prahler nur ein wenigs
O wie wird da jubiliret über solchen Helden-
Gott der kein Gefallen trägt an Jemandes star-
Sonderlich wenn man drauf pocht lässet seine
Bloß durch unsern schwachen David der nur
Und lest sehen daß sonst Niemand hab’ als Er
Als der gute David nun nur ein wenig war ge-
Und das fremde Kriegeszeug ihn zu drükken ange-
Kehrt Er wiederüm zu rükke leget Pantzer
Von ihm ab und auf die Seiten spricht: Ich
Wo ich mit der Lumperey das geringste kan ver-
Worzu dienet mir die Last? Sol ich mit so viel
Meinen jungen Leib beschweren? Gebt mir
Meine Tasch’ und Hirtenstab denn das ist
Ich wil mir fünf Kieselstein’ hier aus diesem
Damit wil ich seiner Stirn wie ich hoffe gar
Jsrael soll heute merken ehe noch die Sonne
Was uns GOTT vor grosse Gnade hat aus
Heute soll durch diese Faust Goliath sein Leben
Heute wil ich noch wils GOTT Jsraels Be-
So geh denn in Gottes Nahmen und sprach
Hast du Goliath erleget und kömmst wieder her
Wil ich dir mein liebstes Kind Michal an die Sei-
Michal mein so theures Pfand soll mit dir in
Ich wil sein dein treuer Vater und du mein ge-
Geh nun immer hin mein David schau dieß ist
David geht mit Freuden fort nimmt fünf auser-
Stekkt sie in die Tasch’ hinein und macht sich auf
Eilet nach des Feindes Läger nimmt die
Rufft dem prahlenden Philister fragt: Wie ist
Wilst du noch mit deinem Maul’ unsern GOtt so
Meinst du daß in Jsrael und in seinen kühnen
Die zwar klein doch grosser Sinnen nicht ein
Der dich großes Ungeheuer und dein Schand-
Hörst du Prahler komm heraus Goliath und
Hier ist Einer der mit dir einen Blutkampf wil be-
Damit zeigt’ Er Jhm die Steine diese bilde
Sprach Er du verfluchter Lästrer sollen deine
Wegen dieser Worte nun wird ein Jedermann
Jeder Kriegsmann ist bestürtzt und mit Hertzver-
Was das für ein Streit soll werden. Seht
Fordert einen starken Leuen oder Elefanten
Wird das nicht ein kämpfen sein! Wenn ein Auf-
Unter dem gemeinen Volk’ und es drein und drü-
Wenn es alles tobt und wütet und kom̃t wo
Der von schön und altem Ansehn der vernünf-
So entsetzet sich das Volk giebt sich alsobald zu
Leget den Tumult beyseit und wird von ihm selbst
Eben so wird es auch stille Jeder ist in sich ver-
Kan sich nicht genug verwundern und steht
Schau der Trotzer kömmt heraus kühne frech
Setzt den Sturmhut wohl zu recht wetzet seinen
Als er aber sieht den Knaben welcher mit ihm
Fängt er spöttisch an zu lachen sagt: O
Sauls Trotz.
Und verschone meiner Haut ach wie wird mir
Mein Geblüt ist gantz betrübt mach es doch mein
Wo du mich hast überwunden beiß mir bald
Kleines Jsraelsches Würmchen. O der grossen
Die du junger Schelm begehst! Wilst du armes
Mir dem Ritter Goliath einem Adler abesiegen?
Mein! wo waren die Gedanken und was hast
Daß du nichts als deine Schleuder Stab und
Meinst du denn ich sey ein Hund? Wilst du damit
Da doch nie ein Sebel mir Schaden bey-hat kön-
Geh laß deinen König kommen den erschrokk-
Oder seinen Hauptmann Abner wo Er einen
Ritterlich im Hertzen hat. Aber du geh nur von
Laß dir einen guten Brey oder Eyer in der Pfan-
Junger Dieb zum Frühstükk machen wirst du
Wil ich nur mit einem Finger welches alles
Dir den kleinen Sperlingskopf Ja den gantzen
Drüm so geh mir auß dem Weg und laß einen
Wo ich euch zu viel beleidigt. Habet ihr doch
Lasset diesen euch nur helfen dem ich biete Hohn
Halt! da soll der Teufel dich du verfluchter Hund
Der dir solche Lästerwort’ als dein Abgott anbe-
(sprach der David gantz erzürnet) zwar du
Degen Spieß’ und starke Wafen so vor Gott
Aber ich bin nur allein hier in Gottes Nahmen
Habe nichts als Kieselstein’ und die Schleuder
Diese deine letzte Rede soll hier dieser harte
Trotz dem stärksten Degen rächen und dein
Schau du Gottes Ehrendieb dort mit deinem
Wil ich dir den Schelmenkopf vor die Füsse nie-
Dein verhasster Leichnam aber und dein gantz
Soll der Vögel Speise werden wenn auch
Damit alle Welt mag sehn und frey öffentlich be-
Daß der GOtt in Jsrael sey der rechte GOtt zu
Halt ich wil dir das bezahlen wie du unsern
Du Gottloser Ehrenschänder trotzen folst mit
Nu bat David starker GOtt steh mir itzo doch
Hilf mir diesen Götzenknecht dieses Ungeheur be-
Welcher deinen großen Nahmen und gantz
Lenke meine schwache Schleuder gib dem
Damit schleudert David loß trifft dem Goliath
Daß der scharfe Kieselstein fähret biß zu dem Ge-
Da fängt an das Blut zu sprützen wie ein star-
Goliath dekkt seine Wunde mit der Hand und
Guter Kerl das ist noch nichts. Aber sein Gesicht
Alle seine Lebenskraft mählich aus den Gliedern
Endlich fällt das Bloch darnieder kan vor Blut
Er bemühet sich zum höchsten ob Er wieder
Aber es ist all ümsonst auch wie oft Er es versu-
Trauet in dem Sterben noch lästert Gott
Macht es wie ein Kettenräkel welcher wenn
Und kan sich darauf nicht rächen in die harte
So thut sag’ ich Goliath also geht es auch dem
Er zerfleischt sein eigne Hand daß Sie ihm nicht
Gegen solchen schwachen Knaben Er beist in
Wünschet daß Er nie gesehn den betrübten Ta-
David steht Jhm lauge zu und wil gern das Ende
Und getrauet ihm doch nicht allzunah hinzu zu ge-
Er befürchtet sich (wie billich) Goliaths ver-
Möchte sich im Grimm’ ermuntern der sich
Unversehns ihn bey dem Arm’ oder bey dem Fuß’
Und ihm also Haut vnd Haar über seine Ohren
Ja wohl gar in Stükke reissen. Darüm geht Er
Biß Er eigentlichen merket daß die Kraft ver-
Dann geht Er getrost hinzu nimmt Jhm seinen
Der gewißlich am Gewicht’ einen Zentner möchte
Fasset ihn mit beyden Händen hauet ihm den
Schikkt die Seele zu der Helle die sein zugeeig-
Dreymal hieb der fromme Held Goliathen in den
Eh Er solchen Ochsenkopf konte von dem Leib’ ab-
Als dieß die Hebreer sahen schrien Sie: Er hat
Gott wir danken dir von Hertzen vor das heut-
Aber als der Feind vermerkt wie es Goliath ge-
Ruffen Sie eigenhellich mit erschrokknen Laster-
Seht der kleine Hexenknabe die verfluchte Teu-
Hat doch endlich noch gewonnen! Nun ist es ja
Unser Stärkster ist dahin. Es beginnen ihre Hauf-
Eh als man noch einen Jagt gantz erschrokken
Einer hier der Ander dorthin. Jsrael verfolget
Sebelt was es antrifft nieder wie das dum-
Darauf kommen Sie zurükk und ererben gute
Die zuvor bedrängt und arm werden itzund reiche
David zieht mit Freuden ein wird vom König’
Und zu hoher Ehr’ erhaben weil Gott ihm das
Seht nu wie der fromme GOtt doch den
Wenn die Noht am grösten ist wunderbar
Drüm hat der sehr wol gebauet der sich
In Betrübnüß Angst und Nöhten auf