Der Sommer.

By Johann Justus Ebeling

Angenehme Sommerszeiten! euer feuerreicher Strahl,

Von der Sonnen Glut entsprun-

gen, der belebt Feld, Berg und Thal;

Der erwärmet die Natur, durch

Und erhizt bei dem was lebt, ein

Eure Anmuth nährt die Triebe,

Und verdoppelt das Ergözzen, das aus den Ge-

Das der Vater alles Lichts, in dem Frühling, wie

Aus dem Schoos der Erde zeugt, und nun zu der

Eure holde Liebligkeiten, womit ihr die Welt be-

Womit ihr die Sinnen weidet, und des Geistes

Die entzünden meinen Trieb, dem die heilgen An-

Der euch uns zur Lust geschenkt, wie es billig zu

Wenn der Lichts-Monarch die Sonne, sein recht feu-

Zu des Krebses Zeichen kehret, und mit seiner Hiz

Wenn er durch den rothen Mund des erhizten Lö-

Und die Jungfrau glüend macht, da er durch den

So sind diese Anmuts-Zeiten da, wo man den Som-

Wo die schwüle Hiz erwärmet, und der sanfte Schat-

Alsdenn lebet die Natur, die uns speist mit ihren

Und den ganzen Tag erquikt, mit den Vorwurf

O! du Schöpfer aller Dinge! O! wie herrlich ist

Der die Einrichtung der Zeiten, weislich abgemes-

Und dieselbe so regiert, daß man in den Tages-

Nichts als güldne Wonne sieht; daß man wenn

In den still und düstren Nächten, bis zur frohen

Da die Welt sich wieder reget, sanft und süß auf

Auf! last uns die Sommerlust, zu des Allerhöch-

Von den Morgen bis zur Nacht, wie sie folget, sehn

Kaum hat sich in diesen Tagen lichter Sonnen-

Da die Nacht die Schatten breitet; so wird wie-

Das vergnügte Morgenroth, dessen lichte Purpur-

Diese schwarze Demmerung allgemählig übermah-

Es geht aus den dunklen Tieffen erst ein rother Strahl

Der durch das Gewölke schimmert, der steigt im-

Da macht Licht und Finsternis, an den dunklen

Ein von Licht durchstrahltes Grau, bis die Schat-

Dieses roth entglomne Prangen, grüsset die ent-

Als ein froher Morgenbote und erhellt das grüne

Darauf zeigt sich wiederum mit den sanften Blik

Und verklärt sich allgemach mit der Schimmerreichen

Da schwingt sie mit schnellen Lauffen, ihren hei-

Ueber die erhabnen Berge, und erwekt das Feld

Welch ein Anblik voller Lust! rühret die erwekten

Man sieht in den feuchten Thau, lauter Seegens

Auf! entschlafne Erdenbürger! auf ermuntert eur

Da das Auge dieser Erden, das verneute Sonnen-

Alles in den Schimmer sezt! Auf, erwegt das Feld,

Seht, die frohen Wunder an, seht hier lauter Per-

Seht durchstrahlte Tropfen rollen, seht wie lieblich

Wie die nassen Berge rauchen, wie der Anger Feu-

Wenn das Licht den Thau durchscheint; seht wie

Der hie alles bunt gefärbt, da versilbert, übergül-

Wer kan dieses blendend Spielen, auf den frischen

Ohne HErr! der Sonnen Sonne, deinen Na-

Da in Millionen Zahl, auf den Auen, Aekern,

Sich in jeden Tröpfgen Thau, lauter kleine Son-

Die in funkelnden Cristallen, von der Sonnen Ge-

Von den grossen Himmels Lichte, lauter kleine Bil-

Wenn dies güldne Feurwerk glimmt, das von Son-

Und mit tausend Farben spielt; so wird dadurch

In der Brust der Andachts-Zunder, da ein dank-

Durch die Kreatur entzündet, auf derselben Schöp-

Der der Brunquell alles Lichts, und da muß in

Auch zu seinen Ruhme glühn, des Gebetes Räu-

Welch ein freudiges Empfinden, über dieser Som-

Reget sich in unsrer Seelen, und ergözzet unsre

Wenn des Himmels Heiterkeit, lauter süsse Bisams

An den frühen Morgen haucht, und damit die stil-

Als mit holden Dünsten füllet; da was aus den

Wenn die sanften Westen säuseln, wie ein lieblich

Und uns den Geruch erquikt. O! ein angenehmes

Das die Lebens Geister stärkt, kreucht unsichtbar

Zum Gehirn den Siz der Seelen, daß dies geistig

Und durch die erregten Nerven uns zur Munterkeit

Alles lacht in der Natur, wenn die Sonne höher

Und sich in vollkomnen Glanz an den Firmamente

Diese frohe Munterkeiten wekken denn des Mor-

Aus den sanft empfundnen Schlummer und erfri-

Daß sie aus den Lagern gehn, worin sie die Nacht

Weil durch warme Heiterkeit, das was lebt, mit

Alles regt sich voller Freuden, das Gevögel fliegt

Und schwingt sich mit hellen Haussen in die freie Luft

Es erfüllt mit süssen Klang, Wald und Feld, die

Wollgestimmter Melodein, allenthalben wieder-

Und das lnstige Gefieder schwingt sich auf der dün-

Bald in jene blaue Ferne, wo es frei erzehlen

Was es vor ein Trieb ergözt; bald geht es zum

In den kühlen Aufenthalt der Gebüsche sich zu

Mit den stillen Buhlerinnen, die nach ihren Frei-

Und um seine zarte Liebe, kläglich thun und lokkend

Bald rauscht dieses leichte Volk, wiederum aus ih-

Und kühlt die erhizte Brust, durch den schmeichel-

Der die Sonnen Hizze mildert, die nun immer

Wenn ihr feurig Angesichte nach den Mittags Zir-

Da der Vögel muntres Heer in den Oberkreisen

Wacht der niedre Schwarm auch auf, der die Welt

Hie sumßt eine Schaar von Wespen, da ein blin-

Hie brummt eine Käfer Menge da saußt bei der

Mit der süssen Last beschwert; eine Menge kleiner

Dieses tößende Geräusch kan uns zum Vergnügen

Wenn wir bei den Sommerszeiten, die belebte

Auf ihr freudiges Bewegen ein betrachtend Auge

Wenn wir achtsam das beschaun, was vor freudi-

In den Thieren sich erregt, was vor muntre Gau-

In der freien Luft zu sehen: so erkennen wir da-

Das der Anmuths-volle Sommer, Mensch und

Sehen wir den Schauplaz an, den sich die Natur

Wie zur schönen Sommerszeit alles ausstaffirt, be-

Mit des Grases Kunstgewirke, ausgeschmükt und

So wird durch die Augenweide unser Herz zur Lust

Das ist recht die Krönungszeit, da das Jahr uns

Sich in Feierkleidern zeigt, und mit den Tapece-

Alle Flächen ausgeschmükket. Alles, wo man nur

Ist mit seinen Puz gezieret, überblümet, ausge-

Wenn wir auf die Anger gehn, in die grün be-

So deucht uns, wir gingen da, in verneuten Pa-

Auf des Grases sammtnen Dekken, die mit Blu-

Draus bald Gold, bald Silber strahlet, mit roth,

Liegen in der stolzen Ruh, so viel Anmuths-volle

Die den Schauern ihrer Lust ein vergnügtes Lust-

Wenn die ausgeblizten Strahlen ihnen unerträg-

Blökken die bewollten Schaafe, bei der Hizze un-

Bis sie ein gekühltes Bett, an den Bächen untern

Oder untern Pappelbaum ein recht schattigt Schirm-

Allda lagern sie sich stille in den sanften Schatten

Rupfen die noch frischen Keimen, bis sie wie von

Ein sanft rieselnd Murmeln hörn; alsdenn werden

Das da im beschilften Bach vor sie Labsalsströme

Jhre lechzende Begierde schlurft das Wasser, wird

Jhre Hizze wird von innen, wie von aussen abge-

Und sie werden wieder frisch, legen ihre sanften

Wiederum, als wie vergnügt in das Grase-Bette

Diese Ruh bleibt ungestöhret, bis etwan sich ihr

Nach den Stall und Hürden sehnet, wenn die Ta-

Oder wenn ein Streit entsteht unter denen geilen

Da sie bei gewagten Kampf, nach den Schiedes-

Damit sie sich nicht die Köpfe, bei den an einander

Der mit Grim gesteiften Stösse, in der Naserei

Abermahl ein neues Spiel, sieht man an der süs-

Auf der grünen Weide an, da die fresbegiergen

Schmazzend ihren Hals ausstrekken und den weiten

Bis sie endlich die Begierde, nach den fetten Kle-

Alsdenn lagern sie sich auch, liegen bei der schwü-

Als gesättigt ausgestrekt, in den lauen Dampf und

Jm Vergnügen misvergnüget, bis die frohe Mit-

Da sie werden ausgemolken, sie von ihrer Last be-

Da die Eitern ausgeleert, bleiben sie in Grase lie-

Bis etwan ein Mükkenstich oder Heer von blinden

Sie in ihrer Ruhe stöhret, da sie denn mit ihren

Die sonst stillen Weiden schrekken und die schwüle

Schwärmmt das stachlicht Mükken-Heer auf sie

So bewegt sich Kopf und Schwanz diese Feinde

Die in blinder Wut verlezzen. Haben sie genug

Und nach einen langen Streite, endlich diesen

So sind sie mit süsser Lust, da der heisse Schmerz

Wiederum darauf bedacht ihre Wanste voll zu fres-

Welch ein angenehmes Wühlen! das man an den

Das die saftig-fetten Keimen aus der Erde rupfend

Das mit emßiger Begier seine Futterung verzeh-

Und indem es sich erhält, Menschen Nahrungs-

Wunderbarlich sind die Triebe, an dergleichen

Wunderbar die Milchgefässe, darin das, was sie

Von den Anger abgerupft, gleichsam wird verdaut,

Bis die Milch durch den Canal in die weichen Eu-

O! das zeigt uns deine Güte, die du gnugsam kund

Und dein weisestes Verhalten, grosser Schöpfer!

Deine Güt und weise Macht, wird auf Kräuter-

An den Blumen, Gras und Kraut, an den Vie-

Das darauf der Sommer weidet, der des Himmels

Uns zum Nuz und zum Vergnügen auf denselben

Dieses läst die Sommerszeit in den lustig grünen

Jeden Schauer der Natur mit vergnügten Augen

Wer in solchen Lustrevieren, die erquikkend, rei-

Wo die Anmuth unsre Sinnen weidet, sich wird

Der erheitert das Gemüt und sieht solche Lieblig-

Die uns durch die Kreatur, zum erhabnen Schöp-

O! ihr Seegens-volle Anger! wo bei heisser Son-

Ein zufriedener Silvander, in belaubten Schatten

Jhr könnt uns ein frohes Herz, und ein rechtes

Von den sichren Aufenthalt, derer die zufrieden

Bei euch ist in Sommertagen, eine rechte güldne

Darin sich ein frommer Hirte, ob der stillen Rast

Der ein folgsam Vieh regiert, und entfernt von

Auf den Schauplaz der Natur eine frohe Augen-

Tag vor Tag zum Vorwurf wählet, und was sein

Auf den dünnen Haberrohre, in die freien Lüfte

Da er in der Einsamkeit, sich dem langen Tag

Und mit der vergnügten Lust, seine trocknen Spei-

Wir verlassen eure Triften, suchen einen Aufent-

Da die Mittags-Sonne brennet, in den dick be-

Wo die stille Andacht wohnt unter den erhabnen

Untern stolzen Fichtenbaum, unter niedrigen Ge-

Da ist die gewünschte Kühlung, in den dichten

Wo die Sonne rükwerts prallet mit den Feuerrei-

Da das brennend Ungemach uns nicht auf die

Noch der ausgedrungne Schweis, mehr auf unsern

Angenehme Sommerlauben! dichte Wälder! ihr

Als bequeme Sonnen-Dächer, in der schwülen

Die nach unsers Schöpfers Rath, auf der Berge

Für den müden Wanderer wol gewebte Lust-Al-

Hier entspringt aus Fels und Stein, manche fri-

Die als wie in Sprudeln kocht, und doch kühl und

Dabei sezzet sich vergnüget, ein von Durst ermat-

Und vertreibt durch gierig Schöpfen, den vorher

Und preißt bei der Silberfluth, die des Durstes

Den, der aller Güte Born, woraus alles Labsal

Hier in dem geweihten Tempel, wo die GOttheit

Ehrfurchtsvoll uns merken lässet, wo jedwede

Die Vernunft und Odem hat, einen heilgen Schau-

Dient ein jedes grünes Blat, uns zum Fächer, der

Bei des Sommers Brand und Hizze. Dieses merkt

Das den schlauen Jäger fürchtet und die Angst

Wenn das Windspiel es verliert, es verkreucht sich

Die mit einen frischen Laub sie in sanften Schatten

Wenn die stille Luft sich reget, in der Bäume Gip-

Sieht man wie die scheuche Rehe ihre Ohren spizt

Ob vielleicht ein Treiber kömt, der ihm seine Ruh

Es erhebt sich zu der Flucht, eh mans denkt, ists

Ob es gleich der Wind getäuschet; so war doch die

Ein nach Wild begierger Jäger, war mit seinen

Und belebete den Wald, durch sein Horn bei dessen

Gaben Klippen, Baum und Busch ein recht lustig

Dies ermunternde Gethöne wekte alle Thiere

Die sich in den Schatten kühlten, und die mit ge-

Die bewachsne Rennebahn, von des Jägers Trieb

Und von jäher Furcht gespornt, ohne Aufenthalt

Die beliebten Sängerinnen, die die süsse Mittags

Auf den dichten Gipfeln halten, kamen auch geschwind

Sahen diesen Aufstand an, dehnten die erfrischten

Fingen durch den Lustgesang an die Triebe zu er-

Die sie in der Brust verspüren, wenn sie in den

Unter blätterreichen Hauben, vor der Glut beschir-

Diese frohe Munterkeit, dieser Wollklang süsser

Dieses lispelnde Geräusch, dieses klappernde Ge-

Das den stillen Wald erreget, macht zur schwü-

Ein Gemühte aufgewekket, das sich in dem Schöp-

Der bei heissen Sonnenbrand, der die dünne Luft

Ueber seine Kreatur, solche Anmuths-Dekken zie-

Welch ein Schauplaz neuer Wunder, wird auf

Den vor Lust entzükten Augen in dem Sommer

Auf! last uns die Schäzze sehn, die zum Nuzzen

Auf den breiten Seegens-Tisch wollgedekter Aekker

Welch ein Vorwurf rührt die Sinne, wenn die

Jhre heitren Anmutsstrahlen wirft auf die bewachsne

Da wird man mit Lust gewahr, wie die Früchte

Durch den hellen Gegenschein sich mit tausend Far-

Wenn wir von erhabnen Hügeln solche Felder über-

Die mit aufgekeimten Saaten, als im Seegen

So bewegt das Mannigfalt von den Früchten und

Sein von Anmuth wallend Herz, durch die schön-

Es dünkt uns in dieser Ferne, als wenn das be-

Mit den türkschen Kunstgewirke, mit Tapeten über-

Hie ist eine Lage grün, da der Blumen bunte

Wie ein heller Silberstrahl, wie erhabnes Stick-

Da läst sich ein rothes Feuer, dort ein blaulicht

Von den roth und blaugemahlten Blumen, die

Dort ist die Tapecerei, wieder anders übermah-

Die wie ein vergüldtes Tuch, kostbar in die Augen

Das mit Ranken durchgeblümet. Wirft man den

Auf die breiten Gegenden die in Blüte stehn, zu-

So sieht man die bunte Pracht allenthalben herrlich

Und in einer heissen Glut, wie in glatten Meere

Wenn die Erndte Zeit sich nähert, und die Hal-

Die die Sonne endlich troknet, und mit ihren

So verdoppelt sich die Lust, wenn wir bei den sanf-

Auf dem gelben Akkerfeld, die bewegten Halmen se-

Da wallt unser Herz von Freude, wenn der Wind

Und ein lispelndes Gezische in den Aehren-Meer

Und gleichsam den Landman sagt, daß die Zeit an

Den der Sommer reif gemacht, nun die Siechel

Es entsteht ein muntres Jauchzen; man wird bald

Die recht froh zu Felde ziehet, in der Erndte-Zeit

Und die ganze Dorfschaft kommt, die die Sensen

Welche die bewegte Faust, mit begierger Lust an-

O’ ein angenehmes Kriegen! wo die Erndte-Sie-

Und auf jeden Schlag die Beute mit den Feind dar-

Wo ein lustigs Feldgeschrei! ohne alles Blutver-

Wo von der beschwizten Faust, zwar die heissen

Doch aus keinen Wunden rinnen. Welch ein

Da der Landmann seine Völker, wie zur Schlacht

Da folgt immer Schlag auf Schlag, Hieb auf

Wenn sie mit geschwenkten Arm, durch die dorren

Und in Garben zu sich ziehen. Welch ein emßiges

Und das in der schwülen Hizze: doch die Arbeit, wird

Weil sie in der Aehren-Meng, die sie froh zusam-

Einen fetten Lebens-Mark, wieder sich zu stärken

Diese Hofnung stärkt das Herze und erwekket in der

Der beschweißten Schnitter Freude; ihre Mühe

Wenn sie mit gerührten Sinn den geschenkten Nah-

Den der fette Boden trägt und von Höchsten fliest,

O! ein lustiges Gewimmel! ist es gleich recht schwül

So bleibt dennoch unermüdet, ihr vergnügter Ernd-

Einer bindet, jener häuft und stellt in geschwinden

Die geknüpften Garben auf, und macht reiche See-

Daran eine Aehren-Menge, die auf ihren Halmen

Ein betrachtendes Gemüte zu dem höchsten Geber

Wenn sie wie mit Fingern zeigt, daß von den be-

Als der GOttheit lichten Thron, sie und alle Ding,

Wenn das Feld mit solchen Hauffen, als mit Kro-

Daran ein gerührtes Auge so viel Wunder hat er-

Als der Körner grosse Zahl; so sind da die Erndte-

Diese reiche Felderfrucht in die Scheuren einzutra-

Man bepakt die weiten Leitern, und legt immer

Die beschäumten Pferde ziehen, und das raschelnde

Rollt, wenn gleich die Achse knarrt, fort auf den

Die beim muntren Pferde Trab, hintern Wagen

Und gestäubte Wolken machen, die sich wiederum

Wenn die aufgehäuften Lasten, gänzlich aus dem

O! vergnügte Sommerlust! da das Feld so wird

Wenn man die gedeihte Frucht in die Vorrathskam-

Hie rauscht von bewegten Sensen, der getrofne dür-

Da in Lüften wiederhallet, der erfreuten Schnitter

Den sie mit den Jubel-Chor, aus gedorrten Gau-

Darin sie des Schöpfers Ruhm, der das Feld ge-

Da knarrt der gedrukte Boden, von des Wagens

Der mit rasselnden Geräder über seine Flächen

Dieses freudige Geschrei, wird durch das Geklatsch

Das des Fuhrmans Peitsche macht, damit er die

Wenn sie nicht in Flüchten rennen. Diese frohe

Macht die Felder immer rege, bis die dunke Abends-

Jeden zu der Ruhe weist; Alsdenn gehen die ge-

Unter jauchzenden Geschrei, freudig wieder zu den

Wo sie die erschöpften Glieder, die von saurer Ar-

Wiederum von neuen stärken, auf der weichen La-

Wenn der Morgen wieder graut und die Post des

Wird der Felder rege Lust abermahl als wie verjün-

Bis der Seegen eingescheuret, den der Vorsicht

Bei des Sommers warmer Milde, ihren Kindern

Gott! der du als Brunn des Lichts, woraus al- les Gute quillet,

Durch der Sonnen rege Glut, jenen Luftkreis an-

Der durch sein erwärmend Hauchen Geist und Blut

Wie gar gros ist deine Güte, deine Weisheit, dei-

Himmel, Erde, Wald und Feld, das beschäumte

Sind von deinen Wundern voll, die sich uns vor

Du allweiser Zeit-Regierer, ordnest alles herrlich

Du giebst bei des Sommers Hizze, was den Gaum

Schiest des Himmels heitrer Strahl uns recht

So schenkst du uns zu der Zeit manch erquikkendes

Das mit solchen Saft erfüllet, der uns kühlet, labt

Und auf deine weise Güte, allemahl zurükke

O! ihr Gärten eure Frucht, lässet den erhizten Keh-

Nicht an dem erfrischend Obst, nicht an saftgen

Die uns wie in schönen Schaalen wunderbarlich

Woraus uns die ewge Liebe, als mit süssen Nectar

Euer Schattenreiches Dach, das aus Laubwerk ist

Giebet uns bei schwüler Luft kühlende Erquikkungs-

Eure sammtnen Grase-Dekken die natürlich, rei-

Sind die Polster süsser Ruhe, worauf wir uns

Wenn der Westwind uns einwiegt, und mit fri-

Darin sein unsichtbahr Hauch mit gelinden Blasen

Menschen! wenn ihr solch Vergnügen zu der Som-

O! so denket an die Quelle, woraus solch Ergözzen

Lasset durch den Sonnenstrahl, eure Andacht euch

Merket auf die höchste Güt, bei dem freudigen Em-

Das sich in den Adern reget; dankt der ewgen

Für die süssen Gnadengaben der beliebten Sommers-

Preiset seine grosse Macht, die den Schauplaz die-

Bei des Sommers warmer Lust lassen zum Gewächs-

Rühmet sein allweises Walten, das im Lusthaus

Denen Lustbegiergen Sinnen, so viel Anmuth vor-

Lernet daran einzusehn, wie uns zum vergnügten

Die stets würkende Natur, Mittel sattsam darge-

Und wie unsers Schöpfers Wille, uns darum so

Daß wir seine Güte schmekten, die uns überflüßig

Lernet wie wir schuldig seyn, Jhn mit frohen An-

Als das allerhöchste Gut, zu erkennen und zu lie-

Wenn die Sommerszeit verstrichen, so folgt auf

Bald der trübe Herbst und Winter mit den Frost

Last euch dies ein Denkbild seyn, das mit denen

Auch die Munterkeit vergeht. Man muß auf dem Win-

Wenn die Zeit der reichen Erndte, Boden, Faß

Wenn der Brunquell aller Gaben, von den See-

So muß man bei frischer Kraft der noch muntren

Als zur rechten Erndte-Zeit, treiben sein Berufs-

Hier sind immer Zeiten-Wechsel, und der Son-

Macht die Aendrungs-volle Erde, wie uns allen

Zu den grossen Inbegrif, wo die Eitelkeit regie-

Dadurch wird der rege Sinn das zu suchen, ange-

Was beständig ewig dauret. Dieses ist nur da zu

Wo sich die vollkomnen Zirkel güldner Ewigkeiten

In der seelgen Geister-Welt, wo die ewge Sonn

Wo es immer Sommer bleibt, dort in Salems grü-